Samstag, 7. März 2009

Das Blockademuseum


Zum vorläufigen Abschluß der Reihe über Museen in Rußland möchte ich ein Petersburger Museum nennen, von dessen Besuch ich - bis auf Weiteres - abrate. Das der Blockade Leningrads im Zweiten Weltkrieg gewidmete Blockademuseum hat den Zeitenwechsel 1991 irgendwie verschlafen. Ausstellung und Führungen sind noch im typisch sowjetischen Propagandastil gehalten, der für jeden, der daran nicht gewöhnt ist, eine Zumutung darstellt. (So wurde z.B. der Winterkrieg 1939/40 im Jahr 2006 noch immer als sowjetischer Verteidigungskrieg dargestellt.) Obgleich natürlich ein Kriegsmuseum i.e.S. und auch entsprechend ausstaffiert, sollte man von einem Besuch solange Abstand nehmen, bis das Museumskonzept irgendwann einmal gründlich überarbeitet worden ist.

Welche Hinweise kann man dem angehenden Rußlandtouristen sonst noch mit auf den Weg geben?
1. Die meisten Reiseführer kann man, kurz gesagt, vergessen. Am besten fährt man, zumindest in Moskau und St. Petersburg, mit dem Baedeker.
2. Zur besseren Orientierung sollte man zumindest das kyrillische Alphabet kennen.
3. Zahlreiche nützliche und aktuelle Tips (auch rechtlicher Natur) findet man im Rußlandforum.
Ansonsten wünsche ich viel Spaß! :-)

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