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Donnerstag, 1. September 2011

EDC-Rapport


Nach fast zwei Jahren, in denen ich das Taschenmesser Gunhammer vom italienischen Hersteller Fox/FKMD sehr oft als EDC-Messer geführt habe, ist es an der Zeit, einen kurzen Bericht zu geben. Das Messer hat meine Erwartungen voll erfüllt; funktionelle Mängel sind nicht aufgetreten. Das Messer ist im Lieferzustand sehr schnitthaltig, ich mußte es noch nie schleifen. Allerdings hat das Äußere durch die nahezu tägliche Beanspruchung ein wenig gelitten. Der Kunststoff am Griff hat mittlerweile an manchen Stellen fast die Farbe der Hosentaschen angenommen und auch an einigen Metallteilen ist die schwarze Farbe abgeplatzt, so daß jetzt das blanke Metall durchschimmert. Ebenso hat sich der Hosenclip gelockert. Doch dies sind Mängel, die nach so langer Nutzungsdauer fast zwangsläufig auftreten.



Schon seit längerem liebäugele ich damit, zumindest am Wochenende und bei weniger formalen Anlässen statt eines Klappmessers ein feststehendes als „EDC“ zu führen. Nach dem Wälzen diverser Kataloge und dem Bestellen einiger Modelle (so z.B. das Muela Bison, siehe letztes Bild) habe ich mich schließlich für zwei verschiedene Modelle entschieden.



Erstens für den Dozier Anchorage Pro Skinner von Böker entschieden. Mit einer Klingenlänge von 9 cm und einer Gesamtlänge von 20 cm ist der Skinner zwar nicht allzu kompakt, doch was nützt das schönste Messer, wenn es zu klein ist, so daß der Benutzer es nicht vernünftig in der Hand halten kann? Das vorliegende Modell wurde mit einem Holzgriff ausgeliefert. Dadurch und durch die schlichte, aber ordentlich verarbeitete Lederscheide wirkt das Messer nicht nur schön, sondern auch sehr zivil.



Zweitens für das Modell Chacal des spanischen Herstellers Nieto. Es besticht durch seine besondere Klingenform. Seine Abmessungen entsprechen in etwa denen des Skinners. Trotz des fast gleichen Preises ist die Qualität von Nieto nicht ganz so hoch wie bei Böker. Das merkt man vor allem an der Verarbeitung der Lederscheide. Dennoch ist es ein schönes Messer, was sich ebenfalls bereits als jagdlich wirkendes Freizeitmesser im Alltag bewährt hat.



Die vorerst letzte Veränderung in meinem Arsenal der täglich mitgeführten Utensilien betrifft die Taschenlampe. Die bisher verwendete Fenix L1T ist nach einer Beschädigung durch das Modell LD 15 desselben Herstellers abgelöst worden. Die neue Lampe ist zwar leichter und kleiner als ihr Vorgänger, doch zwingt der Verzicht auf einen Schalter zur Bedienung mit zwei Händen, was in Notsituationen von Nachteil sein könnte.



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Mittwoch, 16. März 2011

Bekleidungsfragen


Der folgende Artikel war am 10. März bereits kurzzeitig online, mußte dann jedoch aus einem aktuellen Anlaß noch einmal aus dem Netz genommen werden.


Im Heft 10/2010 des DWJ hatte Wulf Pflaumer, seines Zeichens Mitinhaber der Firma Walther, einige Gedanken über die Attraktivitätssteigerung des Schießsports zusammengefaßt. Darin wandte er sich unter anderem gegen die mittlerweile weit verbreitete und zugleich stark reglementierte Schießbekleidung:
"[…]

Es kann kein Argument für die verhüllende Schießkleidung sein, daß die Gewehre für zarte Schützinnen zu schwer seien. Wir als Industrie können auch leichtere Waffen bauen, sodass eine nur modische Sportkleidung erlaubende Sportordnung möglich wäre. Warum sind denn Laufsportarten so interessant? Auch wegen der hübsch anzuschauenden Sportler und Sportlerinnen.

[…]" (S. 17)
Diese Einlassung hat mich schon damals beeindruckt, wird doch ein konsequentes Umdenken im sportlichen Gewehrschießen gefordert. Galt doch bisher der Grundsatz, daß schwere Waffen besser seien, die Schützen dafür jedoch spezielle Schießbekleidung (Jacke, Hose, Schuhe usw.) benötigten. Diese Bekleidung hat den Charme einer Ritterrüstung, zumal sie oft in albernen Farben geliefert wird, die sonst kaum ein erwachsener Mensch freiwillig tragen würde. Sie ist – wie sollte es im internationalen Sport anders sein – genauestens reglementiert, damit die den Körper im Anschlag stützende Bekleidung bloß keinen Millimeter zu dick ist.
Dies erscheint als Widerspruch in sich: Einerseits darf und soll die Schießkleidung eine stützende Wirkung entfalten, andererseits darf sie den Schützen auch nicht zu sehr stützen. Da erhebt sich die Frage, weshalb derartige Klamotten überhaupt für Schießwettkämpfe zugelassen werden.

Auf der Europameisterschaft der Druckluftdisziplinen, die vom 1. bis 7. März im italienischen Brescia ausgetragen wurde, kam es nun zum Eklat, der für mich schon an Realsatire grenzt. Nach dem 60 Schuß umfassenden Vorkampf der Männer mit dem Luftgewehr wurde der bis dahin führende Russe Denis Sokolow plötzlich disqualifiziert – wegen des Tragens zu dicker Unterwäsche (vgl. hier und hier). Für Denis und seine Mannschaft war diese Entscheidung natürlich eine Enttäuschung; sein zwei Jahre jüngerer Bruder Alexander Sokolow hat sich dadurch allerdings nicht beeindrucken lassen und im anschließenden Finale mit insgesamt 698,4 Ringen die Silbermedaille errungen.

Bei einer juristischen Betrachtung des Vorfalls in Brescia wird man zu dem Schluß kommen müssen, daß sich ein Sportler eben im diffizilen Regelwerk verfangen habe und somit leider Pech hatte. (Vorausgesetzt natürlich, die Entscheidung war sachlich richtig und begründet.)
Verläßt man jedoch diese Ebene, dann stellen sich – wie schon für Will Pflaumer – ganz grundsätzliche Fragen. Wie konnte es so weit kommen, daß im Schießsport nicht mehr die Fähigkeiten des Schützen oder die Qualität der Waffe entscheidend sind, sondern die Dicke der Unterwäsche? Muß man die Entwicklung, die das Gewehrschießen (insbesondere im ISSF-Bereich) während der letzten Jahrzehnte genommen hat, nicht zum Teil als Fehlentwicklung kennzeichnen? Warum wird das Tragen spezieller Schießbekleidung nicht generell untersagt, wenn man derzeit schon so weit ist, Vorschriften über die Unterwäsche zu erlassen? Die Sportfunktionäre sollten erkennen, daß es eine Grenze gibt, bei deren Überschreiten ursprünglich sinnvolle Bestimmungen zur Farce werden. Und dies ist für den Sport insgesamt negativ, auch mit Blick auf die Außenwirkung.

Bevor ich jetzt für den Gebrauch des Wortes Fehlentwicklung von meinen Kollegen gesteinigt werde, möchte ich noch einen Gedanken ausführen. Vor einigen Monaten mußte ich in einem Forum die Aussage einer Schützin lesen, wonach sie ohne Schießjacke und -hose gar nichts treffen würde. Da frage ich mich schon, ob in der Ausbildung dieser Dame nicht etwas grundsätzlich schiefgelaufen ist. Schießbekleidung soll den Körper des Gewehrschützen vor allem im Stehend- und Kniendanschlag unterstützen, indem die Knochen und Muskeln entlastet werden. Aber sie kann doch nicht den Ausschlag dafür geben, ob jemand die Scheibe trifft oder nicht. Ein paar Ringe Differenz wird es geben, aber so erheblich wie beschrieben dürften die Unterschiede eigentlich nicht sein.

Meine Empfehlung: Entweder werden die Regelungen hinsichtlich der Schießkleidung gelockert, so daß man den Schützen nicht mehr an die Unterwäsche gehen muß. Oder ihnen wird das Tragen jedweder spezieller Bekleidung mit stützender Wirkung verboten. Oder, dritte Variante: Es werden nur noch Schießjacken und -handschuhe zugelassen, dafür verzichtet man auf Detailregelungen, auch hinsichtlich des Schuhwerks.


Alexander und Denis Sokolow.


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Foto: www.echbrescia2011.it.

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Der Weisheit letzter Schluß


Vor kurzem war es wieder soweit: Die in diesem Jahr herrschende feuchte Witterung mit zunächst viel Schnee und später Regen macht das Tragen wasserdichter Fußbekleidung erforderlich, vor allem, wenn man sich durch Wald und Feld bewegt. Bisher hatte ich dazu Gummistiefel des französischen Herstellers Aigle, genauer gesagt das Modell Parcours Vario, verwendet. Diese haben aber nach jahrelangem Dienst das Zeitliche gesegnet, weshalb eine Neuanschaffung notwenig war.
Zu diesem Behufe habe ich Modelle verschiedener Hersteller anprobiert, die natürlich sämtlich mit der modernsten Technologie ausgestattet sind und (idealerweise) das Tragegefühl eines Wanderschuhs vermitteln. Mit den Stiefeln von Viking konnte ich mich nicht anfreunden, mit denen von Tretorn schon eher. Allerdings sind auch sie nicht ideal. Vielleicht sind meine Füße und Beine im Vergleich zu den Einwohnern der skandinavischen Länder abnormal geformt, ich weiß es nicht.
Am Ende ist es jedenfalls wieder ein Paar Aigle Parcours Vario geworden, diesmal in der Farbe braun (sie sind ebenfalls in grün und schwarz erhältlich). Dieses Modell ist wohl hinsichtlich Tragegefühl und Bequemlichkeit der Weisheit letzter Schluß, zumindest für meine Füße. ;-)


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Mittwoch, 14. Juli 2010

Eine armselige Vorstellung



Gelegentlich mußte ich hier schon grantelige Artikel veröffentlichen, um meiner Verärgerung über die Geschäftspraktiken in Teilen der deutschen Waffenbranche Ausdruck zu verleihen. Vorsicht, heute ist es wieder soweit. ;-)

Beginnen wir mit der bekannten Firma B. aus S. Sie tritt als Importeur und deutscher Vertreter eines russischen Messerherstellers auf, doch findet sich aus dessen großem Angebot nur ein kleiner Bruchteil auf der Webseite der Fa. B. (und dann noch zu vergleichsweise horrenden Preisen – doch darüber will ich mich nicht beklagen, Monopolgewinne eben). Da die Fa. B. lieber eigene Produktbezeichnungen erfindet, anstatt die des Herstellers zu verwenden, kann man nie sicher sein, welches Messer man genau erhält.
So erging es auch mir: Ein bestimmtes Modell stand auf der Wunschliste, ein anderes (aber ähnlich aussehendes) wurde geliefert. Nun gut, so dachte ich mir in meiner Naivität, dann schickst du das Messer eben zurück und legst einen freundlich formulierten Brief bei, in dem du um die Beschaffung des gewünschten Modells bittest und die Übernahme aller eventuell entstehenden Zusatzkosten zusicherst.
Pustekuchen – die Firma B. aus Solingen hielt es nicht für nötig, mit mir zu kommunizieren. Auf meinen Brief kam keinerlei Reaktion, nicht mal eine kurze Absage. Lediglich das bereits bezahlte Geld wurde leise wieder zurückerstattet.

Nächstes Beispiel: die Firma S. aus M. Die Fa. S. ist ein Versandhändler für „taktische“ Produkte und mit der sehr bekannten Fa. H., die als Importeur und Großhändler auftritt, „verwandt“. Beide Unternehmen residieren in Mellrichstadt unter der gleichen Anschrift und schalten regelmäßig halb- und ganzseitige Annoncen in den einschlägigen Fachzeitschriften. Doch wenn man als potentieller Kunde mit ihnen Kontakt aufnehmen möchte, wird man sein blaues Wunder erleben. Die Firma H. hat in der Vergangenheit auf mehrere Ansprechversuche per E-Mail gar nicht reagiert. Auf telefonische Anfragen erhielt ich wenigstens ausweichende Antworten; O-Ton: „Fragen Sie doch in einem Vierteljahr noch mal nach“. Als ich dies tat – s.o., nichts.

Doch zurück zur Firma S. Im Februar verspürte ich den dringenden Wunsch, zwei Produkte eines amerikanischen Herstellers von taktischer Ausrüstung zu bestellen. Die erste Anfrage ging unerwartet gut, die gewünschten Artikel könne man in zwei bis drei Wochen besorgen. So habe ich am 9. Februar 2010 eine Bestellung aufgegeben. Daraufhin passierte, man ahnt es schon, lange Zeit nichts. Die avisierten drei Wochen verstrichen, nach fünf Wochen schickte ich eine erste Nachfrage per E-Mail, die – natürlich – ohne Antwort blieb. Im März rief ich dann einmal an, wo man mir sagte, daß es eine Bestellung auf meinen Namen nicht gebe. So schickte ich also eine weitere E-Mail, worauf mir gesagt wurde, daß man sich nach der IWA darum kümmern wolle. Doch auch dann passierte nichts.
Nach weiteren ereignislosen Wochen begann das Spiel von vorne: Telefonat, keine Bestellung auf meinen Namen gefunden, E-Mail, warten. Doch dann geschah ein Wunder: Mitte April wurde mir endlich einer der bestellten Artikel geliefert.
Der zweite mußte allerdings erneut in den USA bestellt werden, denn mein Auftrag war wieder einmal verschlampt worden. Ich hatte nur insofern Glück, als Artikel Nummer 1 zufällig in Mellrichstadt am Lager war.
Als ich die Hoffnung schon längst aufgegeben und mich anderweitig umgetan hatte, kam Ende Mai doch noch ein Paket. Nun ja, zu spät. So ging Artikel Nr. 2 eben wieder zurück, verbunden mit einem Brief, in welchem ich den soeben beschriebenen Ablauf noch einmal kurz dargelegt habe. Reaktion darauf: Keine. Das Geld wurde mir zurückerstattet, aber auf eine Entschuldigung warte ich noch heute. Die Fa. S. war sogar so frech, mir für die beiden getrennten Lieferungen zweimal die Versandkosten zu berechnen.

Fazit: Die Firma S. weigert sich (ebenso wie ihr Mutterhaus H.), mit ihren Kunden angemessen zu kommunizieren. Wenn längere Lieferzeiten entstehen – was aus verschiedenen Gründen immer der Fall sein kann! –, dann erwarte ich, darüber informiert zu werden. Es geht jedoch nicht an, daß aus zugesagten drei Wochen drei Monate werden. Noch viel schlimmer ist das unprofessionelle Agieren insgesamt. Wie kann es sein, daß aufgegebene Bestellungen mehrfach (!) verlorengehen? Offenbar funktioniert das interne Controlling überhaupt nicht. Warum besitzen die Mitarbeiter nicht das geringste Verantwortungsgefühl, so daß man als Kunde ständig nachfragen muß? Weshalb wird nicht versucht, das verlorengegangene Vertrauen des Kunden etwa durch einen kleinen Rabatt zurückzugewinnen? Dadurch könnte man auch die überaus strapazierte Geduld des Bestellers streicheln.

Nein, statt dessen „business as usual“. Anscheinend war mein desaströses Erlebnis mit der Fa. S. für die Damen und Herren in Mellrichstadt Alltag, weshalb sie ihr eigenes, absonderliches Verhalten gar nicht mehr erkennen können. Das Schlimme ist ja nicht, daß Fehler passieren (dies ist immer möglich, darüber bin ich mir im klaren), sondern daß dieselben Fehler ständig wiederholt werden und die Mitarbeiter diese überhaupt nicht erkennen.
Nun ja, ich werde diesen Anbieter in Zukunft meiden. Und ich wünsche ihm – und allen Unternehmen der deutschen Waffenbranche, die ähnlich dilettantisch agieren – ein schnelles Ende in Form der Insolvenz. Denn so straft der Markt das Versagen eines Anbieters ab. Dem Herrgott sei für den Kapitalismus gedankt.


PS: Aus diversen Berichten weiß ich, daß meine Erfahrungen vielleicht außergewöhnlich sein mögen, aber dennoch keine Einzelfälle sind. Gerade die Marotten der Firmen aus Mellrichstadt sind wohlbekannt. Und die Probleme sind nicht auf Deutschland beschränkt. Dieser Schütze aus Österreich hat große Schwierigkeiten, akzeptable KK-Munition zu bekommen.

PPS: Um evtl. Mißverständnissen vorzubeugen: Das obige Bild dient lediglich der Illustration. Es stammt von der Shot Show 2010; das Unternehmen, dessen Stand dort abgebildet ist, ist mir gänzlich unbekannt.


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Mittwoch, 5. Mai 2010

Schießtagebuch

In den einschlägigen Lehrbüchern für zivile Sport- und behördliche Scharfschützen wird zwar immer wieder darauf hingewiesen, daß man doch ein detailliertes Schieß- oder Schützentagebuch führen möge, um seine eigene Leistungsentwicklung dokumentieren und nachvollziehen zu können. Doch ich kenne kaum jemanden, der diesen Rat tatsächlich umsetzt. Bestenfalls werden die Gesamtringzahlen notiert. Auch ich hatte das bisher so gehandhabt. (Das von mir gemeinte Tagebuch ist i.d.R. nicht identisch mit dem Trainingsnachweis, den man führt, um sein Bedürfnis i.S.d. WaffG nachzuweisen. Das sind m.E. zwei verschiedene Paar Schuhe.)

Am Wochenende habe ich kurzentschlossen in Excel zwei Vorlagen für ein solch persönliches Schießtagebuch erstellt. Grundlage waren die Anregungen aus verschiedenen, meist schon etwas älteren ;-), Fachpublikationen. Die ZIP-Datei ist in der Datenbank von Co2air.de gespeichert und kann dort heruntergeladen werden: *klick*. Siehe dazu auch die Diskussion hier.

Die beiden Blätter unterscheiden sich nur hinsichtlich der verwendeten Schießscheiben. Die eine ist neutral ohne Numerierung; die zweite entspricht den beim Fernwettkampf verwendeten 12er Scheiben. Es ist jedoch ohne weiteres möglich, dort auch eigene Scheibenvorlagen einzufügen. Somit kann jeder das Schießtagebuch an seine persönlichen Bedürfnisse anpassen. (Die Dateien unterliegen keinen urheberrechtlichen Beschränkungen.)
Das Tagebuch ist als Loseblattsammlung konzipiert. Die Bezeichnungen in den Tabellen sind selbsterklärend – oder sollten es zumindest sein. ;-) Eine Ausnahme ist das „Ziel des Schießens“. Hier habe ich die Anregung eines Trainers aufgegriffen, wonach sich der Schütze vor dem Training ein konkretes Teilziel setzen sollte, damit nicht einfach so „geballert“ wird.

Ich hoffe, daß damit einigen Schützen, seien sie vereinsmäßig organisiert oder nicht, ein wenig geholfen werden konnte.


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Freitag, 5. Februar 2010

05.02.2010: Videos des Tages

In den letzten Tagen stand das Thema Erste Hilfe hier auf Backyard Safari sehr weit oben auf der Agenda. Zur Abrundung nachfolgend ein fünfteiliger Film von Nutnfancy über ein größeres Erste-Hilfe-Set für den Outdooreinsatz. Ich finde diese Videos sehr interessant und der Mann hat sich viele Gedanken gemacht, doch ich muß gestehen, daß ich sie bis dato noch nicht alle gesehen habe. ;-)
















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Dienstag, 2. Februar 2010

Erste Hilfe für Fortgeschrittene ;-)


Ein unerwartet freundlicher Kommentar zu meinem letztwöchigen Artikel über Notfallsets hat mich zu einigen weiteren Gedanken angeregt. (Ehrlich gesagt: Ich hatte nicht damit gerechnet, das jemand diesen Text liest. ;-))

Ganz wichtig ist es (wie am Donnerstag auch schon ausgeführt), den Zusammenhang zwischen Ausrüstung und Ausbildung im Auge zu behalten. Andererseits wird man ganz ohne Ausrüstung oft auch recht hilflos sein. (Mal ehrlich, wer ist im Ernstfall wirklich bereit, ohne Beatmungsmaske oder -folie jemanden zu beatmen, der sich zuvor übergeben hat?) Der Schritt bis zu einem auf die eigenen Anforderungen abgestimmten Erste-Hilfe-Set ist dann fast schon zwangsläufig, insbesondere dann, wenn man nicht regelmäßig auf einen Kfz-Verbandskasten zurückgreifen kann. M.E. können dafür die vielen, auch im Internet kursierenden Ausrüstungslisten ein guter Anhalt sein (ein guter Tip sind die diversen US-Messer-, Outdoor- und Survivalforen), doch befreien sie nicht von der Aufgabe, sich selbst Gedanken zu machen. Zumindest für meine Anforderungen hat noch kein vorgefertiges Paket gepaßt. Dabei ist weiters zu beachten, was man u.U. tagtäglich mit sich führen kann und will - hier wird oft der Grundsatz gelten, daß weniger mehr ist.

Zur Ausbildung: M.E. ist der Erste-Hilfe-Kurs mit 16 Unterrichtsstunden das absolute Minimum. Der für den PKW-Führerschein vorgeschriebene Kurs Lebensrettende Sofortmaßnahmen (8 Stunden) ist nur ein Auszug aus dem "großen" EH-Kurs mit dem Schwerpunkt Straßenverkehr.
Die im EH-Kurs erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten sollten regelmäßig durch ein Erste-Hilfe-Training (8 Stunden) aufgefrischt werden. Empfohlen wird hier ein Rythmus von zwei Jahren, was mir persönlich jedoch zu lange ist, weshalb ich mich darum bemühe, alljährlich ein EH-Training zu absolvieren. (Manchmal sind die ausbildenden Hilfsorganisationen bereit, einen Preisnachlaß zu gewähren, sofern man keinen Teilnahmenachweis - etwa für den Arbeitgeber - benötigt. ;-))



Darüber hinaus kann man sich, zumindest theoretisch, auch zum Rettungshelfer oder Rettungssanitäter ausbilden lassen. M.E. sind zur (freilich begrenzten) Vertiefung der EH-Kenntnisse jedoch andere Kurse geeigneter, sofern man nicht mit den "Halbgöttern in weiß" konkurrieren will. ;-) Die Rede ist von den Sanitätslehrgängen, wie sie in unterschiedlicher Form von den Hilfsorganisationen, aber auch von einigen kommerziellen Rettungsdienstschulen angeboten werden.
Ich selbst beabsichtige demnächst, einen Kurs mit dem Titel "Sanitäter aller Fachbereiche" zu belegen. Er dauert 24 Stunden und umfaßt (vor allem mit Blick auf die diversen Katastrophenschutz-Fachdienste) eine praxisorientierte Erweiterung und Vertiefung der Erste-Hilfe-Kenntnisse. Dazu gehören dem Vernehmen nach auch solche Themen wie der Transport von Verletzten u.a.m. M.E. sind die dafür aufgerufenen 180 € gut investiertes Geld, denn das Unternehmen ist sowohl in der Ausbildung als auch in der Rettungsdienstpraxis bewährt.
Sofern man einen qualifizierten Anbieter in der Nähe hat, kann man auch eine speziellen Lehrgang z.B. für Erste Hilfe im Outdoorbereich belegen. Möglicherweise wäre zudem eine Defibrillatorausbildung keine schlechte Idee.

In den gängigen Kursen kommen regelmäßig drei Themen, die ich im Hinblick auf Outdoor-Situationen für wichtig halte, zu kurz. Das Lehrpersonal und dessen Richtlinien gehen von einem Notfall im urbanen Raum aus, bei dem der Rettungsdienst reglär funktioniert und innerhalb der wenige Minuten dauernden Hilfsfrist vor Ort ist. Das wird in der "Pampa" jedoch oft nicht der Fall sein. Deshalb sollte man sich m.E. zusätzlich mit folgenden Themen etwas intensiver befassen:
1. Umgang mit Frakturen und Brüchen sowie das Schienen derselben. Hier kann man sich u.a. mit Samsplint u.ä. Systemen vertraut machen.
2. Anlegen von Verbänden. Früher wurde das in den EH-Lehrgängen bis zum bitteren Ende geübt (habe ich selbst bei den Jungen Sanitätern in der Grundschule noch erlebt ;-)), heute ist es allerdings aus der Mode gekommen. Doch wenn der angelegte Verband absehbar einige Stunden halten muß, dann sollte man sich insoweit etwas mehr Mühe geben.
3. Transport von Verletzten. Hier vor allem der Umgang mit Krankentrage, Bergetuch, Spineboard sowie die behelfsmäßige Herstellung solcher Mittel. Warum? Man kann den Verletzten in manchen Situationen nicht einfach an einer schlecht zugänglichen Stelle mitten im Wald liegen lassen, sondern muß ihn z.B. in die Nähe eines Weges bringen.

Des weiteren sollte man bereits durch die EH-Kurse mit dem Stillen von Blutungen durch Druckverbände und ggf. Abbinden vertraut sein. Für diesen Zweck bietet z.B. die Fa. Söhngen ein fertiges Druckverbandspäckchen an, das möglicherweise für jemanden interessant ist, der evtl. mit der Behandlung von Schußverletzungen rechnen muß (z.B. Jäger).



Wie hält man seine Erste-Hilfe-Kenntnisse nun außerhalb organisierter Lehrgänge frisch? Beispielsweise durch das Selbststudium. Ich habe insofern das Lehrbuch "Erste Hilfe konkret" von L. Rothe und V. Skwarek als sehr hilfreich empfunden. Alle relevanten Fragen werden angesprochen und in einer Sprache, die auch für medizinische Laien verständlich ist, behandelt.
Ergänzend, wenn es etwa um den Transport von Verletzten und die Kunst der Verbände geht, könnte man auch auf Lehrbücher aus der "guten alten Zeit" des Kalten Krieges zurückgreifen. Aus meiner Bibliothek kann ich die folgenden Titel empfehlen: "Rettungs- und Bergungsarbeiten" (Berlin 1974), "Schutz vor Massenvernichtungsmitteln - Lehrbuch der Zivilverteidigung" (Berlin 1976), "Bergung im Selbstschutz" (Köln 1985) und, sofern man mit dem Stil einer Dienstvorschrift klarkommt, die KatS-DV 260 (Bonn 1981, hier als PDF-Datei).

Von meinem vorletzten Rußlandbesuch hatte ich mir als Souvenir dieses EH-Lehrbuch mitgebracht. Darin erscheinen mir vor allem die grafischen Darstellungen besonders instruktiv. Einige Unterschiede zu den in Deutschland vermittelten Inhalten fallen schon ins Auge. So werden z.B. im Rahmen der Ersten Hilfe fleißig Schmerzmittel verabreicht und es wird eher abgebunden als hierzulande üblich. Ferner war mir die dort vorgeführte Drei-Helfer-Methode bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung bis dato unbekannt. (Die Bilder unten vermitteln einen kleinen Eindruck des Buches.)
Was lehrt uns dieser Befund? Deutschland ist nicht der Nabel der Welt. Auch andernorts macht man sich Gedanken und kommt möglicherweise zu ungewöhnlichen, aber dennoch nachvollziehbaren Ergebnissen.






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Donnerstag, 28. Januar 2010

Für den Notfall vorgesorgt


In der letzten Woche bin ich daran erinnert worden, daß ich mich wieder intensiver um meine Erste-Hilfe-Ausrüstung kümmern sollte. Bereits seit etwa zehn Jahren – seit eine Kollegin direkt neben mir „umgekippt“ ist und von einem zufällig anwesenden Rettungssanitäter wiederbelebt werden mußte – habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, meine Kenntnisse in Erster Hilfe regelmäßig (meist jedes Jahr) aufzufrischen und zudem immer eine kleine Menge Sanitätsmaterial mit mir zu führen.

Damit sind schon die wichtigsten Fragen angesprochen: Fähigkeiten und Material. Wozu sollte man sich mit „Survival“-Kenntnissen wie Fallenbau oder Notangeln befassen, wenn man nicht einmal in der Lage ist, eine ordentliche Herz-Lungen-Wiederbelebung durchzuführen und so Notfälle, die jederzeit und an jedem Ort auftreten könnten, zu bewältigen? Oder, ein anderes Extrem, was ich in einem deutschen Militärforum beobachten konnte: Da beginnen Reservisten, die Mühe haben dürften, überhaupt einen Druckverband richtig anzulegen, damit, sich Infusionen zu besorgen und während ihrer Wehrübungen mitzuführen. In denselben Kreisen scheint das Abbinden bei Gefäßverletzungen mittlerweile als Allheilmittel zu gelten – schließlich haben es die als Vorbild gesehenen Amerikaner im Irak und in Afghanistan vorgemacht und außerdem spart man sich damit die lästigen Druckverbände.
Ich habe nichts gegen das Abbinden an sich, auch wenn es in Deutschland nicht mehr explizit gelehrt wird. Doch auch hierzulande weiß das Rettungsfachpersonal, daß man bei bestimmten Verletzungen keine andere Chance hat, um die Blutung zu stoppen (allerdings wird dies meist nur hinter vorgehaltener Hand gesagt). Vielmehr stört mich, wenn Abbinden als alternativlos dargestellt wird und man zudem so tut, als wäre die Extremsituation eines Feuergefechts im Mittleren Osten mit den meisten Notfällen in Mitteleuropa vergleichbar.
Dies gilt insbesondere für jene Zeitgenossen, die meinen, bei Chemikalien wie z.B. Quikclot handele es sich um wahre Wundermittel, obwohl sie unter Fachleuten höchst umstritten sind. Ich kann für meine Person nur hoffen, daß ich nie einem überspannten und schlecht ausgebildeten „Hobbyretter“ in die Hände falle, der es zwar gut meint, aber schlecht macht – etwa, indem er mir beim Versuch, eine Infusion zu legen, die Arme zersticht und danach eine kleine Wunde, für die ein ordinäres Verbandspäckchen reichen würde, mit Quikclot „behandelt“, um mich schließlich, 17 Sekunden vor Eintreffen des Notarztes, zu intubieren. ;-)



Doch zurück zum Thema Ausrüstung. Da ich relativ mit dem Auto meist nur auf kürzeren Strecken unterwegs bin, habe ich häufig keinen Zugriff auf den Kfz-Verbandskasten. Über die Jahre habe ich deshalb mehrere Erste-Hilfe-Sets zusammengestellt, wovon ich heute zwei regelmäßig mitführe. Das wichtigste ist ein kombiniertes Überlebens- und EH-Paket, welches in Anlehnung an die in den USA vieldiskutierte „Bug-Out Bag“ entstanden ist. Mir dient es jedoch mehr als „Ausrüstung zum Nachhausekommen“, denn als Pendler, der den ÖPNV nutzt, will ich auf Störungen nicht gänzlich unvorbereitet sein.

Der „Überlebens“-Komponente besteht aus einem Notponcho, einer Alu-Rettungsdecke, Streichhölzern, einem Teelicht, Reservebatterien für meine Fenix-Taschenlampe, einer weiteren Kleinstlampe, Taschenwärmern, einem Knicklicht, Streichhölzern und Feuerzeug, Kompaß, Trillerpfeife, Wasserentkeimungsabletten, 1 Kondom, 10 m Paracord, Klebeband (Duct Tape), Isolierband, Kabelbinder, Notizblock und Stift, Erfrischungstüchern, Toilettenpapier und einer Löffel-/Gabel-Kombination. (Zwei bis drei (Taschen-) Messer und ein bis zwei Taschenlampen sind ohnehin immer am Mann oder in der EDC-Tasche. ;-))
Die „medizinische“ Komponente beinhaltet mehrere Verbandspäckchen sowie Mull- und Elastikbinden (wichtig für Druckverbände), Kompressen, ein Brandwundenverbandstuch, Heftpflaster, Sicherheitsnadeln, ein Dreiecktuch sowie das am häufigsten gebrauchte EH-Material: Wundschnellverbände (vulgo: Pflasterstrips in verschiedenen Größen). Dazu kommen eine Beatmungsfolie (für eine richtige Beatmungsmaske war leider kein Platz), Schutzhandschuhe, Desinfektionstücher, eine Schere sowie kleine Mengen an Medikamenten (Vitamintabletten, Schmerzmittel etc.).
Untergebracht ist das alles im Vorgängermodell dieser Tasche von Tasmanian Tiger, die nicht nur robust, sondern auch Molle-fähig ist und die ich ohne Vorbehalte empfehlen kann. Bei der Füllung wurde vornehmlich auf Produkte der Fa. Söhngen zurückgegriffen, denn diese sind meist hochwertiger und länger haltbar als viele 08/15-Produkte aus dem Supermarkt.

Das soeben vorgestellte Paket ist fast mein täglicher Begleiter in Aktentasche oder Rucksack. Wenn ich mit meinem Maxpedition Jumbo Versipack unterwegs bin, so ist dieser analog ausgestattet, wobei die Ausrüstung – mit Ausnahme des Sanitätsmaterials, für das es eine gesonderte Tasche gibt – auf die diversen Fächer verteilt wurde.

Vor einer Aufgabe habe ich mich aber seit zwei Jahren gedrückt: Ich besitze nach wie vor kein dezidiertes Erste-Hilfe-Set für meine Outdooraktivitäten. Ich hatte zwar schon einmal ein Paket zusammengestellt, das dann aber – da zu groß – verworfen werden mußte. Zudem konnte ich bisher keine Tasche finden, die meinen Anforderungen wirklich entsprechen würde. Sie darf ruhig ein paramilitärisches Aussehen haben, aber vor allem muß sie sich mittels Molle-Clips o.ä. Systemen am Rucksack befestigen lassen. Die Füllung lehnt sich an die DIN 13160 an, wobei es spezifische Ergänzungen gibt, auf die ich in der „Pampa“ nicht verzichten möchte (z.B. SamSplint zum Schienen von Brüchen, Beatmungsmaske). Des weiteren soll dieses EH-Set die Funktion einer Reiseapotheke erfüllen, es um verschiedene Medikamente ergänzt wird.

Die von den einschlägigen Herstellern „taktischen“ Zubehörs angebotenen Taschen sind für den von mir angedachten Verwendungszweck entweder zu klein oder zu groß. Entweder passen nur ein paar Verbandpäckchen hinein oder die Tasche ist so groß, daß man einen halben RTW darin unterbringen könnte. ;-) Bei den bekannten zivilen Herstellern sieht es nur unwesentlich besser aus. Mittlerweile bin ich soweit, mir einfach ein paar Taschen zu bestellen, sie testweise zu füllen und mich danach für eine zu entscheiden.

Ausdrücklich abraten möchte ich von einer San-Tasche, die ursprünglich auf ein Modell der US-Streitkräfte zurückgeht, mittlerweile aber auch von zahllosen Firmen nachgebaut wird (siehe z.B. hier oder hier). Diese Tasche läßt sich kaum sinnvoll füllen (man braucht zahllose weitere Plastebeutel), wenn es denn geschafft wurde, so kann man sie am Körper nicht stabil tragen, weder am Trageriemen noch am Koppel. Von einer Befestigung am Rucksack oder einem Verstauen in demselben mußte ich sofort Abstand nehmen, da zu klobig. Wenn es denn unbedingt eine Surplustasche sein soll, dann lieber das gute, alte DDR-Modell.



Noch in der Planungsphase befindet sich ein weiteres Projekt – ich nenne es einmal „Notfallrucksack“ – an dessen Fortführung mich die jüngsten Bilder aus Haiti erinnert haben. Damit ist jedoch keineswegs das gemeint, was üblicherweise im Rettungsdienst darunter verstanden wird. Vielmehr lehnt er sich an den sog. Bergungsrucksack an, den ich während meines Dienstes im Katastrophenschutz kennengelernt habe und den ich für ein hervorragendes Konzept halte: klein, aber durchdacht.
Besagter Bergungsrucksack war für den schnellen Zugriff bei Gebäudeschäden und zur Rettung von Leichtverletzten bzw. Leichtverschütteten vorgesehen. Es gab ihn in drei Zusammenstellungen (vgl. KatS-LA 220, S. 551 ff.). Dabei wurden eine Wolldecke und eine kleine Zusammenstellung von Sanitätsmaterial mit Schutzausrüstung und diversen Werkzeugen kombiniert (z.B. Bergungsbeil mit Säge und Kratze, Bindeleine, Bergungstuch, Wolldecke, Wagenheber, Klappspaten, Beitel u.a.m.).

So etwas Ähnliches schwebt mir auch vor. Bezüglich des Erste-Hilfe-Materials werde ich mich wiederum an der Liste gem. DIN 13160 orientieren. Dazu sollen dann noch einige Werkzeuge kommen, die sich möglichst universal auch bei privaten Notfällen i.w.S. – etwa im Straßenverkehr – einsetzen lassen (z.B. ein Klappspaten). Zudem hätte ich damit ein wenig Ausrüstung für meinen Dienst in der hiesigen Wasserwehr in der Hinterhand, denn es ist nicht so recht klar, was die Kommune stellt.
Offen ist jedoch auch hier noch die Frage des richtigen Behältnisses – die handelsüblichen Notfallrucksäcke für den RD erscheinen mir jedenfalls ungeeignet. Möglicherweise gibt es spezielle Modelle für die Bergrettung, die den Anforderungen eher entsprechen (zwei mittelgroße Fächer, je eines für Sanitätsmaterial und Werkzeug). Vielleicht weiß hier einer meiner Leser Rat?

Nun ja … hoffentlich habe ich meine Stammleser damit nicht allzu sehr gelangweilt, aber das Thema Erste Hilfe gehört im weitesten Sinne ebenfalls zum Themenbereich dieses Blogs.


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Montag, 21. September 2009

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Heute wird uns ein multifunktionaler Bushcraft-Tracking-Wander-Stock vorgestellt. ;-)



Sonntag, 13. September 2009

13.09.2009: Bilder des Tages


In den Messerforen ist es ja üblich, daß man seine "EDC"-Ausrüstung mit einem Foto vorstellt. Deshalb will ich heute einmal die beiden Gegenstände vorstellen, die hier in Polen (fast) immer in meiner Hosentasche sind: eine Taschenlampe Fenix L1T und ein Klappmesser Gerber Harsey Air Ranger. Letzteres hat mir bereits vom Sommer 2007 bis April 2008 als EDC-Taschenmesser bewährt und sich in dieser Zeit zu meinem Lieblingsmesser entwickelt: Nicht zu groß oder zu klein, leicht, wirkt nicht aggressiv, robust, gute Schnittleistung. Mithin ein hervorragendes Messer, was ich eigentlich nicht mehr missen möchte.

Doch dann kam die Waffenrechtsverschärfung 2008 und mit ihr der neue § 42a WaffG. Sonach sind dem Führen sog. Einhandmesser - und dazu zählen fast alle handelsüblichen Klappmesser - enge Grenzen gesetzt. Die kriminologische Relevanz dieser Neuregelung dürfte zwar marginal sein, aber unsere amoklaufende politische Klasse hat wieder etwas für die öffentliche Sicherheit getan. :-(



Seither mußte das Gerber ein Schattendasein führen. Hier in Polen konnte und durfte ich es nun endlich wieder regelmäßig tragen. Bei allen täglichen Verrichtungen, von der obligatorischen Fischmahlzeit bis zum Entfernen von Etiketten, leistet es gute Dienste. Bei Messergriffen aus natürlichen Materialien wie Horn oder Holz bin ich immer skeptisch, inwieweit die Messer gereinigt werden können, ohne dabei Schaden zu nehmen. Das Gerber hingegen wird einfach mit abgewaschen und fertig.

Es wird daher eine Umstellung, wenn ich ab nächster Woche wieder dem restriktiven deutschen Waffengesetz unterliege. Verglichen mit den Zuständen in Germanistan kommt man sich in Polen fast wie im Paradies vor, in dem die Einstellung gegenüber Waffen i.w.S. (inkl. Messern) eine ganz andere ist - wie ich hoffentlich durch meine Beiträge der letzten Tage zeigen konnte. Man ist hier viel entspannter und niemand käme auf die Idee, die Polizei zu rufen, nur weil ein paar Kinder auf der Straße mit Airsoft-Pistolen spielen. Hoffen wir, daß Polen noch lange von der westeuropäischen Anti-Waffen-Hysterie verschont und als ein Exempel des Normalzustandes erhalten bleibt.



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Dienstag, 8. September 2009

Zivilisten spielen mit Panzern


Und zwar im polnischen Ostseekurort Kolberg. Über das ganze Stadtgebiet ist die Werbung für das "Zentrum der militärischen Attraktionen" namens Bastion verteilt. Nach einer Voranmeldung kann man dort, auf einem ehemaligen Übungsplatz an der Ausfallstraße nach Köslin, mit allem möglichen Großgerät aus den Beständen des früheren Warschauer Vertrages herumfahren sowie eine leckere Erbsensuppe aus der Feldküche genießen. Ferner ist es möglich, nach Absprache einen Schießstand und ein Paintballfeld zu nutzen.

Ansonsten ist täglich von 10 bis 18 Uhr ein umfangreicher Militaria-Markt geöffnet, wo man alle möglichen Ausrüstungsgegenstände, vom Käppi bis zum Funkgerät, erstehen (und ebenso online bestellen) kann. Und natürlich auch Druckluft- und CO2-Waffen (wobei ich die Preise im Vergleich zu Deutschland als recht hoch empfand). Selbiger Markt war am Montagvormittag übrigens gut besucht - wie bereits im Waffenmuseum so waren hier ebenfalls überraschend viele Familien mit Kindern unterwegs.

Ein schönes Freizeitangebot, was vielleicht auch für den einen oder anderen Deutschen von Interesse ist, würde sich doch hierzulande mit Sicherheit eine pazifistische Initiative finden, die gegen eine solche Einrichtung protestieren würde. ;-)



Adresse: Ulica Koszalińska, Kołobrzeg

(Link bei Google Maps)

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite (poln., dt., eng.)
Beitrag eines polnischen Bloggers über die "Bastion" (poln., mit zahlreichen Fotos)
Fotoreportage von einer Veranstaltung (poln.)







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15.07.2009: Bilder des Tages

Samstag, 18. Juli 2009

18.07.2009: Video des Tages

Heute wird uns eine Kombination aus Tarp und Hängematte vorgestellt, wie sie Ray Mears populär gemacht hat.




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09.12.2008: Videos des Tages
01.06.2009: Videos des Tages

Montag, 1. Juni 2009

01.06.2009: Videos des Tages

In den beiden heutigen Videos wird uns der Aufbau eines leichten Camps vorgestellt, wie es sich bei der derzeitigen Witterung anbietet, wenn man draußen unterwegs ist.






Sonntag, 25. Januar 2009

25.01.2009: Videos des Tages

Zum Abschluß der Berichterstattung von der Shot Show 2009 folgen heute fünf Videos über die Produkte verschiedener Messerhersteller.




(Video 1 - Tool Logic)



(Video 2 - Benchmade)



(Video 3 - TOPS Knives)



(Video 4 - Zero Tolerance)



(Video 5 - Columbia River Knife & Tool)


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23.01.2009: Videos des Tages
24.01.2009: Videos des Tages

Sonntag, 18. Januar 2009

Shot Daily 2009 - Nr. 2 & 4

Offensichtlich hat man in Orlando die technischen Probleme gelöst, so daß jetzt neben der heutigen Ausgabe (die zugleich die letzte ist) der Shot Show-Zeitung auch die vom Freitag als PDF-Datei zum Download zur Verfügung steht.


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Shot Daily 2009 - Nr. 3
Die Shot Show 2009

Samstag, 17. Januar 2009

Shot Daily 2009 - Nr. 3

Nachdem es gestern um die Messezeitung der Shot Show etwas ruhiger geworden war, liegt sie heute wieder vor. Der Shot Daily vom dritten (und vorletzten) Ausstellungstag ist hier als PDF-Datei zu finden (2,1 MB).


Verwandte Beiträge:
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Die Shot Show 2009

Freitag, 16. Januar 2009

16.01.2009: Videos des Tages

Auch die heutigen Videos stehen ganz im Zeichen der Shot Show 2009. Die ersten drei sind am Mittwoch entstanden, als die Medienvertreter vom Veranstalter auf einen Polizeischießstand eingeladen worden waren. Das vierte Video stammt vom ersten Ausstellungstag gestern.



(Video 1)


(Video 2)


(Video 3)


(Video 4)


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25.01.2009: Videos des Tages

Donnerstag, 15. Januar 2009

Shot Daily 2009 - Nr. 1

Der Veranstalter der Shot Show gibt auch eine kleine Tageszeitung heraus, deren heutige Ausgabe hier als PDF-Datei heruntergeladen werden kann. Eine interessante Lektüre, mit Vorstellung der Messeneuheiten.

(Dank an den Accurate Shooter Bulletin für den Hinweis.)


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Schießstöcke


In einem Forum hat jüngst ein Kollege angefragt, welche Hilfsmittel man für das stehend aufgelegte Schießen verwenden kann. Da wurde ich sogleich an die Schießstöcke erinnert, die ich mir im Frühjahr für das Schießen im Freien bauen möchte. Daher seien nachfolgend ein paar einschlägige Verweise (auch als Ablage für mich selbst ;-)) genannt:

Make Your Own Shooting Sticks

DYI - Shooting Sticks

Wyoming College Student Offers Custom Shooting Sticks

Make your own Shooting Sticks

Using Shooting Sticks Afield

African Shooting Sticks

Die Shot Show 2009

Heute beginnt in Orlando (Florida, USA) die Shot Show 2009, die (zusammen mit der IWA in Nürnberg) weltweit führende Messe für zivile Waffen, Munition sowie Jagd- und Outdoorartikel. Rund 2000 Aussteller werden ihre Modelle, darunter auch mit Spannung erwartete Neuheiten, der Öffentlichkeit präsentieren (manche davon sind schon bekannt geworden ;-)). Die deutsche Fachpresse ist natürlich auch vor Ort, aber interessierte Waffenfreunde müssen nicht wochenlang auf deren Berichte warten, sondern können sich schon jetzt erste Eindrücke verschaffen - den technischen Möglichkeiten des Internets und dem Engagement unsere Kollegen in den USA sei Dank. :-)

Folgende Blogs und Webseiten werden - zumeist live - in Wort und Bild von der Shot Show berichten:

Guns, Holsters, and Gear (live)

Call me Ahab (auch bei Gun Nuts TNG und Picasa, live)

Gun Pundit (live)

Accurate Shooter (live)

West, by God (live)

Gun Show Review (v.a. Bilder)

Ken Lunde (v.a. Bilder)

Gun Blast (v.a. Bilder)

Firearm Blog

Down Range Blog

Frank James

Hog Blog

Massad Ayoob

Snowflakes in Hell

Pyramyd Air

AR15.com (Bilder)

Michael Bane (auch bei Twitter)

Flickr (Bilder)


Aktuelle Videos von der Messe wird es auf diesen Seiten zu sehen geben:

Outdoor Channel (auch hier)

Shepherd Report

AR15.com

ESPN

Browning

Ruger


PS: Die Links wurden im Hinblick auf Aktualität, Quantität und Qualität der Beiträge neu geordnet. Letzter Stand: 26.01.2009, 22.50 Uhr.
Diese Seite dient ab sofort als "Leitseite", auf der alle meine Posts, die sich mit der Shot Show 2009 befassen, unten verlinkt werden.



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