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Mittwoch, 14. September 2011

Der neue Schaft ist angekommen


Einige Wochen hat es gedauert, doch vor wenigen Tagen konnte ich den neuen Schaft für mein Weihrauch HW 95 in Empfang nehmen: ein Modell No. 9 aus der italienisch-indonesischen Werkstatt von Andrea Gentlini. :-) Es ist bereits das zweite "Ginb"-Produkt, das ich besitzen darf; die Qualität steht außer Zweifel.

Ein schöner Lochschaft: führig, aber nicht so leicht wie der Standardschaft, andererseits auch nicht zu schwer die viele Matchschäfte. Das Luftgewehr schießt sich damit viel angenehmer, denn das berüchtigte "Springen" hat durch die zusätzliche Masse stark nachgelassen.

Nun warte ich noch auf das 7,5-Joule-V-Mach-Kit, was wohl erst im Oktober fertig sein wird.





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Dienstag, 3. August 2010

Erste WM-Eindrücke


Die ersten vier Wettkampftage der ISSF-Weltmeisterschaft in München sind vorbei und es ist an der Zeit, einige (höchst subjektive) Eindrücke festzuhalten, soweit dies aus der Ferne möglich ist.

Die Schützen aus Deutschland und Rußland haben ein gemeinames Problem: In den prestigeträchtigen Einzelwettbewerben konnten sie bisher keine Medaillen erringen, sondern nur in den oft vernachlässigten Mannschafts- und Juniorenwettkämpfen. Wie sich das für den DSB darstellt, kann man hier nachlesen. (Angesichts der durchaus vorhandenen Erfolge ist es mir schleierhaft, wie einige deutsche Zeitungen schreiben können, die WM wäre ein Desaster für die deutschen Schützen.)

Für die Rußländische Schießsportunion sieht die Bilanz bisher wie folgt aus: Silber für die Luftgewehr-Mannschaft der Männer (1787 Ringe); Bronze in den LG-Einzel- und Mannschaftswertungen der Junioren (Alexander Drjagin - 593; Mannschaft - 1771); Silber für die Juniorenmannschaft mit der Freien Pistole (1625), Bronze in der Mannschaftswertung der Männer im English Match (1790) sowie, als bisher beste Plazierungen, Gold und Silber für die Junioren beim Schießen auf die Laufende Scheibe (Jurij Dowgal - 567, Alexander Naumenko - 566).
Manche russischen Spitzenschützen hatten einfach Pech, wenn sie sich wie Wladimir Gontscharow (5. mit der FP) und Denis Sokolow (6. mit dem LG) im Finale geschlagen geben mußten. Tragisch ist es schon, wenn ein Artjom Chadshibekow das Finale im English Match als 9. des Hauptwettkampfes knapp verpaßt. (Die Leistungsdichte bei dieser WM ist enorm.) Das Abschneiden von Ljubow Galkina mit dem LG (87. mit 390 von 400 Ringen) ist nur noch enttäuschend.



Demgegenüber haben andere Nachfolgestaaten der Sowjetunion in München aufgetrumpft. Mehrere Medaillen gingen in die Ukraine, Wjatscheslaw Podlesnij aus Kasachstan gewann Bronze mit der Freien Pistole und Sergej Martinow aus Belarus errang erneut den Weltmeistertitel im English Match. Die ISSF-Presseabteilung schreibt dazu:

"[...]

42-year old Belarusian shooter Sergei Martynov won his second consecutive World Championship title in the 50m Rifle Prone men event today, securing an Olympic Quota Place, a pass to the London 2012 Olympic Games.
The two-time Olympic Bronze medallist of Sydney and Athens finished on the highest step of today’s podium with a total score of 703.9 (599+104.9) points after a spine-chilling last shot.

After leading the qualification rounds with 599 points, and shooting an average higher than 10.5 per shot throughout the first part of the match, Martynov fired a frustrating 9.8-point last shot, finishing in first with just one tenth of a point of advantage over the Silver medallist Sauveplane of France (which means less than one millimetre of difference on a target set 50 meter far from them).

By winning his second consecutive title four years after the 2006 ISSF World Championship in Zagreb, Martynov also become the first-ever ISSF World Championship multi-medallist in the 50m Rifle Prone Men event: nobody, before Martynov, had ever been able to win two WCH medals in this competition.

“Of course I am happy. But I have to admit that I am somehow used to win: this is not my first victory!” Said the shy Belarusian athlete to the EBU cameras right after the last, breathtaking shot “This tile means to me that I am not too old to compete in the next Olympic Games!” concluded Martynov, who will be 44-year old in 2012.

[...]"


Martinows Sieg belegt nicht nur, daß auch ältere Herrschaften erfolgreiche Schützen sein können, sondern zeigt auch, daß man in einer solchen Position nicht auf Stil verzichten muß. Was meine ich damit? Vor etwa zwei Jahren war ich an einer Diskussion beteiligt, in der es darum ging, warum moderne Sportwaffen so häßlich sein müssen. Metall und andere Werkstoffe haben das traditionelle Holz etwa bei der Schaftfertigung weitgehend verdrängt, was mit der besseren Verstelbarkeit usw. begründet wird. Damals hatte ich (als bekennender Holzfetischist ;-)) dafür plädiert, nach Kompromissen zwischen Funktionalität und Ästhetik zu suchen. Und das WM-Finale gibt mir recht: Die Gewehre mehrerer Schützen sahen nicht aus wie orthopädische Gehhilfen, sondern verfügten als "richtige" Gewehre über einen Holzschaft. Darunter war auch das Anschütz-Gewehr des neuen Weltmeisters Martinow. Er war im Finale nicht die einzige, der an seiner Waffe auf hypermodernen Schnickschnack verzichtet hat. Trotzdem hat es ihm nicht zum Nachteil gereicht. :-)

Interessant ist auch die schon am Sonntagmorgen gestellte Frage, welche Waffen in der Disziplin Freie Pistole verwendet werden. Igor Ruljow hat dazu drei nette Statistiken erstellt: siehe hier, hier und hier. Fazit: Der nicht mehr produzierte russische Klassiker TOZ-35 ist nach wie vor gut vertreten, verliert aber langsam im Erwachsenenbereich an Boden. Von den drei Medaillengewinnern im Einzelwettkampf hat niemand eine TOZ verwendet, jedoch war sie unter den acht Finalteilnehmern immerhin zweimal vertreten, sofern ich das im Video richtig erkennen konnte.



Besonders erfreulich ist das offenbar große Zuschauerinteresse auf der Schießanlage in Hochbrück. Bleibt zu hoffen, daß die WM eine positive Außenwirkung auf die breite Öffentlichkeit entfaltet.

Bleibt zum Schluß noch ein kurzer Blick auf die Arbeit der deutschen Medien. Während es etwa im russischen Fernsehen Live-Übertragungen aus München gibt, können sich hierzulande manche Printmedien wie z.B. die Mitteldeutsche Zeitung nur zu zwei (!) Kurzmeldungen durchringen, die von Agenturen stammen (vgl. hier). Gleichzeitig werden dort jedoch Artikel über Vereinsinterna kroatischer Fußballclubs abgedruckt, als ob das hierzulande jemanden interessieren würde. So tut man alles dafür, den Schießsport als angebliche "Randsportart" wirklich an den Rand auch der öffentlichen Wahrnehmung zu drängen und so die mühsam aufgebaute waffenfeindliche Stimmung in der Bevölkerung zu erhalten. Dies hat nichts mit den bisher ausbleibenden Großerfolgen des DSB zu tun, denn auch über die "kleinen" Medaillen könnte man berichten. Vielmehr ist diese Verweigerung simpler Sportberichterstattung die Fortsetzung der waffenbesitzerfeindlichen Kampagnen mit den Mitteln des hier in Sachsen-Anhalt herrschenden Pressemonopols.



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Fotos: 1+2 - Sergej Martinow bei der Siegerehrung und zuvor auf dem Schießstand; 3 - Wjatscheslaw Podlesnij und der zweitplazierte Südkoreaner Lee Daemyung im FP-Finale; 4 - Silbermedaillengewinner Valerian Sauveplane und Martinow (mit einer denkwürdigen Beinhaltung) im Wettkampf (Quelle: ISSF).

Sonntag, 4. Oktober 2009

Tacticoole Kalaschnikows


Im Diskussionsforum der Red Alliance hat vor Jahren ein Nutzer geschrieben, daß ihm die russischen Waffen vor allem deswegen sympathisch seien, weil sie im Gegensatz zu den amerikanischen AR-15-Varianten nicht mit allerlei taktischem Schnickschnack verunstaltet würden. Doch damit ist es vorbei, wie aufmerksame Leser von Backyard Safari bereits hier und hier gesehen haben. Auch in der Rußländischen Föderation geht man mit der Zeit und so verfügen zumindest die Antiterrorspezialisten des Zentrums für Spezialaufgaben (Abk.: ZSN) des FSB (zu dem "Alfa" und "Vympel" gehören) über entsprechend bestückte Waffen.

Im Augustheft der Zeitschrift Bratischka werden sie von einem anonym bleibenden Mitarbeiter des ZSN in einem dreiseitigen Artikel vorgestellt (Titel: Oruzhie antiterrora, dt.: Antiterrorwaffen, S. 63 ff.). Daher stammen die folgenden Bilder; Fotograf war Jurij Muchin.

Der Text enthält darüber hinaus zwei weitere Informationen. Erstens wird man jetzt in der RF während der Weltwirtschaftskrise aus finanziellen Gründen keine komplett neuen Waffensysteme bei den Behörden einführen. Zweitens sucht man - wie hier bereits angedeutet - nach einem neuen Kaliber neben den bekannten 7,62 x 39 mm und 5,45 x 39 mm, um deren Schwächen auszugleichen. Einer gewissen Beliebtheit scheint sich insofern das Kaliber 6,5 mm Grendel zu erfreuen, was angesichts der Hülsenlänge von 39 mm nicht überrascht. Jedenfalls hat das Patronenwerk in Tula bereits mit der Produktion von Patronen in 6,5 mm Grendel begonnen.



Unterschiedliche Varianten der AK-74M.



Eine AK-74M mit Eotech-Visier, Magpul-Schaft und Surefire-Lampe.



Links eine AK-74M, rechts eine AK-104 in 7,62 x 39 mm, beide mit Magpul-Schaft und Eotech.



Maschinenpistole Witjas im Kaliber 9 x 19 mm. Sie basiert auf dem Kalaschnikow-System und soll dessen Modellpalette abrunden; Hersteller ist Izhmash.



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Samstag, 8. August 2009

Das neue HW95 - oder: Wie ich meinem HW80 untreu wurde


Vor ziemlich genau elf Monaten hatte ich, nach reiflichem Überlegen, ein Weihrauch HW80k erworben. Es sollte mir als möglichst universales "Haus-und-Hof-Luftgewehr" dienen, das sowohl mit Zielfernrohr als auch mit offener Visierung genutzt werden sollte. Dazu ließ ich mir sogar einen Custom-Schaft anfertigen. Doch die Crux lag beim ZF und der Durchsichtmontage. Vor zwei Monaten keimte bei mir noch einmal kurz die Hoffnung auf, daß ein bekanntes Kleinunternehmen für Field-Target-Zubehör hier Abhilfe schaffen und eine Prismenschienenerhöhung fertigen könnte. Bedauerlicherweise ist der Betreiber dieser Firma jedoch sehr unzuverlässig und so brach der Kontakt einfach ab und konnte von mir, trotz mehrfacher Versuche, nicht wieder aufgenommen werden. (Mit dieser negativen Erfahrung bin ich, nebenbei bemerkt, nicht allein.) :-(

Das HW80k konnte mithin nicht so konfiguriert werden, wie ich es mir vorgestellt hatte. Dazu kam, daß ich das Gewicht von insgesamt rund 5,5 kg zunehmend als Belastung empfand. Wenn man das LG von einer Benchrestauflage schießt oder im sitzenden FT-Anschlag auf das Knie auflegt, spielt das Gewicht eine geringere Rolle. Im Stehendanschlag macht es sich nach 40 Schüssen aber unangenehm im linken Arm bemerkbar, zumal dieser Arm auch die Arbeit des Federspannens auszuführen hat.



Das HW80k ist nach wie vor eine sehr schöne, präzise und gut ausbalancierte Waffe. Aber es taugt aber nicht zum Universalgewehr. Erstens aufgrund des Mankos, daß es bei montiertem ZF nicht ist, Kimme und Korn zu nutzen (was ich aber unbedingt möchte). Und zweitens wegen des relativ hohen Gewichts, welches den Umgang doch erschwert. Der "common sense" unter Luftgewehrschützen geht ja dahin, daß Gewicht gut für ein Federdruck-LG ist, da sich so der Prellschlag besser beherrschen läßt. Das ist soweit korrekt. (Siehe dazu auch zwei interessante Diskussionen bei Airgun BBS: "HW95K and HW80K" und "Weihrauch break barrel accuracy".) Trotzdem wird ein hohes Gewicht irgendwann - im wahrsten Sinne des Wortes - untragbar. Auch insoweit gilt Jeff Coopers Weisheit: Wenn man ein Gewehr nicht 60 Sekunden lang am horizontal ausgestreckten Arm halten kann, ohne es als unangenehm zu empfinden, dann ist das Gewehr zu schwer.

Aus den genannten Gründen begann ich vor einigen Wochen, mich nach einem neuen LG umzusehen. Vom zunächst angedachten Verkauf des HW80k habe ich Abstand genommen, da mir diese Waffe zu viel bedeutet. Statt dessen wird das HW80k demnächst eine Kaliberreduktion erfahren: von 5,5 mm auf 5,0 mm (.20). Irgendwann wollte ich mir ohnehin ein LG in diesem eher seltenen Kaliber zulegen. Daher paßt es: Eine Waffe, die ich nicht mehr so häufig schießen werde, wird in ein Kaliber konvertiert, bei dem sich schon aufgrund der hohen Munitionskosten ein täglicher Gebrauch verbietet.



Bei meiner Suche nach einem neuen "Universal-LG" waren die Kriterien in etwa die gleichen wie vor einem Jahr: Knicklauf, Kaliber 5,5 mm (.22), offene Visierung sowie die Möglichkeit, selbige und ein ZF parallel verwenden zu können. Gelandet bin ich schließlich beim Weihrauch HW95 Luxus (vgl. hier und hier) - natürlich in der deutschen F-Ausführung mit 7,5 Joule. Ein kompaktes, führiges Gewehr, welches fast 1 kg leichter ist als mein HW80k (beide ohne ZF). Die Luxus-Version verfügt außerdem über einen schönen Holzschaft, der erstens das Knickgelenk verdeckt und zweitens, noch wichtiger, über eine höhere Backe verfügt, wodurch die Verwendung einer Zieloptik erleichtert wird.

Auch nach ästhetischen Kriterien ein sehr gutes Gewehr. Der Schaft sticht durch sein Ölfinish sowie durch die Fischhäute aus dem "grauen Masse" hervor (was leider auf den Fotos nicht rüberkommt). Anspruchsvoll und penetrant, wie ich nun einmal bin ;-), möchte ich aber auch hier an zwei Punkten leise Kritik anmelden. Das LG erscheint mir ein wenig unausgewogen, da der Hinterschaft im Vergleich zum Vorderschaft sehr schmal ist. Dies könnte man freilich ändern, indem man im Kolben noch ein kleines Zusatzgewicht unterbringt. Der schmale Hinterschaft ohne seitlich ausgeprägte Schaftbacke soll es sowohl Rechts- als auch Linkshändern ermöglichen, mit dem Gewehr zu schießen (zumindest war das die Auskunft, die ich aus Mellrichstadt erhalten habe). Dies geht jedoch auf Kosten des Schießkomforts. Mein von einem Ginbali-Schaft verwöhnter Kopf sucht ständig nach einem Halt, den der Kolben des HW95 Luxus in dieser Form jedoch nicht bietet. :-( Ich muß noch ein wenig üben, um mich daran zu gewöhnen.

(Vielleicht könnte die Fa. Weihrauch diese Anregung aufgreifen und künftig auch die Luxus-Version des HW95 mit ordentlichen Rechts- und Linksschäften versehen. ;-))

Nach einigem Hin und Her war es mir mit dem HW95 außerdem endlich möglich, gleichzeitig das ZF und die offene Visierung nutzen zu können. Doch dazu morgen ausführlich ...



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Freitag, 17. Juli 2009

17.07.2009: Bilder des Tages


Als mir vorgestern das Juli-Heft der Zeitschrift Bratischka ins Haus geflattert ist, habe ich nicht schlecht gestaunt. Das Titelbild und ein weiteres Foto im Heft zeigen Angehörige einer rußländischen Spezialeinheit (vermutlich "Alfa") des Föderalen Sicherheitsdienstes (FSB) mit modifizierten und "tacticool" ausgestatteten AK-74-Gewehren: Vorderschaft mit Picatinny-Schienen, EOTech-Visier, einschiebbarer Hinterschaft im Stil des amerikanischen M-4-Karabiners, Lampe zur Zielbeleuchtung sowie ein kompakter Schalldämpfer. Diese seltenen Bilder will ich meinen Lesern nicht vorenthalten.



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Mittwoch, 20. Mai 2009

20.05.2009: Video des Tages

Im heutigen Video wird eine nach amerikanischem Geschmack modernisierte und "taktisch" aufgerüstete Kalaschnikow-Variante vorgestellt.




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Sonntag, 18. Januar 2009

18.01.2009: Videos des Tages

Heute gibt es erneut eine kleine Auswahl von Videos, die auf der gerade laufenden Shot Show in Orlando entstanden sind.



(Video 1 - Ruger)


(Video 2 - Anschütz)


(Video 3 - FN)


(Video 4 - Magpul)


(Video 5 - Taurus)


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Samstag, 17. Januar 2009

So viele schöne Schäfte


Ja, ich gebe es zu: Ich bin ein Schaftfetischist. ;-) Ein Gewehr ohne einen funktionalen und schönen Schaft ist nur noch halb so viel wert. Daher habe ich nach der Nachricht über eine taktische Variante des Ruger Mini-14 einmal die Webseiten der beiden Hersteller besucht, die für diese Waffe entsprechende Schäfte anbieten. ATI Gunstocks und Tapco haben mich nicht enttäuscht - Schäfte und taktische Zubehörteile in vielen Varianten. Manche schön, andere gewöhnungsbedürftig.

Vielleicht könnte ich meine Yunker-3 aufrüsten, etwa mit diesen oder jenen Teilen? Oder damit? Wobei diese Waffe nicht so furchtbar präzise ist, weshalb eine solche Investition wahrscheinlich Geldverschwendung wäre (obwohl mir die Tapco-Teile gefallen könnten ...). Außerdem "paßt" ein originaler Klappschaft auch besser dazu (zumindest aus meiner Sicht ;-)). Ein solcher würde auch für eine bessere Balance der Yunker sorgen, denn mit dem werksmäßigen Kunststoffschaft erscheint mir das Gewehr zu vorderlastig.



Eine Entdeckung möchte ich allerdings meinen Lesern nicht vorenthalten: ein tarnfarbener Kunststoffschaft für das Mosin-Nagant-Gewehr von ATI. Hier schlagen zwei Seelen in meiner Brust. Aus Sammlersicht natürlich ein Sakrileg, aber im Hinblick auf den praktischen Nutzwert (etwa auf der Jagd) eine gute und auch ästhetisch gelungene Lösung. (In Deutschland sind ATI-Produkte übrigens hier erhältlich.)

Tja, bisher keine befriedigende Lösung für einen Schaftfetischisten. :-( Die jüngsten Bilder von der Shot Show haben das ihre getan, um mein latentes Bedürfnis noch zu steigern. Bleibt also nur, nach einer passenden Waffe zu suchen, die man dann entsprechend aufrüsten kann, z.B. mit dem PRS-Schaft von Magpul, wie ihn Brigid an ihrem AR-15 montiert hat. Oder vielleicht besser mit dem Command Arms Sniper Stock?



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Fotos: ATI (1+2), Magpul (3).

Freitag, 9. Januar 2009

09.01.2009: Videos des Tages

Bei manchen Waffen möchte man als Besitzer das äußere Erscheinungsbild verbessern. Oder man will als Jäger vermeiden, vom Wild zu früh wahrgenommen zu werden. Beides gute Gründe, um sein (Luft-)Gewehr mit einem Tarnanstrich zu versehen. Wie das geht, wird in den beiden folgenden Videos erläutert. (Aber bitte nicht mit einem schönen Holzschaft nachmachen! ;-))



(Video 1)


(Video 2)

Donnerstag, 18. Dezember 2008

18.12.2008: Video des Tages

Heute: Luftgewehrtuning in Brasilien.

Freitag, 24. Oktober 2008

Das HW80k im neuen Gewand


Heute konnte endlich der neue Schaft an das HW80k montiert werden. Die Waffe sieht nicht nur schön aus, sondern fühlt sich auch sehr gut an. Insbesondere die Kopfhaltung beim Schießen mit Zielfernrohr ist mit der höheren Backe viel bequemer als zuvor mit dem Standardschaft.

Danach wurde noch schnell das ZF angebracht. Hier deuten sich allerdings schon wieder neue (bzw. alte) Probleme an ... mehr dazu in den nächsten Tagen.

Hier einige Bilder, auf denen man hoffentlich auch ein paar Details erkennen kann.





Donnerstag, 23. Oktober 2008

Der neue Schaft ist eingetroffen


Bereits beim Kauf meines Weihrauch HW80k war abzusehen, daß das Luftgewehr einen neuen Schaft brauchen würde, insbesondere für die Verwendung des Zielfernrohrs. Nachdem ich erfolglos versucht hatte, beim polnischen Hersteller Lukasz Pietruszka einen seiner sehr schönen Schäfte zu bestellen, mußte ich auf den italienisch-indonesischen Klassiker Andrea Ginbali ausweichen.

Dort wurde das Modell Nr. 16 in Auftrag gegeben, da dieses noch am ehesten jagdlich aussieht und durch eine gefällige Form auffällt. Das verwendete Hartholz nennt sich Sono Kembang; bei der Oberflächenbearbeitung wurde das Ölfinish gewählt, da ich mich für kunststoffbeschichtetes Holz nicht erwärmen kann. Einen Sonderwunsch hat Ginbali ohne Aufpreis erfüllt: Am Vorderschaft und im Bereich des Griffes wurden Punzierungen angebracht, um die Griffigkeit zu verbessern (wie auch an den Modellen Nr. 4 und 17 zu sehen). Die Verarbeitung ist sehr gut, aber nicht perfekt, da der Schaft einige kleinere Mängel bzw. Unsauberkeiten aufweist. Diese vermögen es allerdings nicht, den positiven Gesamteindruck zu trüben.

Preislich war das ganze mit Zoll und Überweisungsgebühren geringfügig teurer als es eine Bestellung bei Pietruszka gewesen wäre - das Modell 16 ist noch eines der preiswerteren Modelle im Angebot von Ginbali. Die Lieferzeit hat vom Aufgeben der Bestellung bis zum Abholen beim Zollamt rund fünf Wochen betragen. Der Kontakt mit Ginbali war freundlich und schnell (nachdem man sich an die Zeitdifferenz gewöhnt hatte); jedoch muß man hinzufügen, daß dieser Kleinbetrieb ein wenig chaotisch organisiert ist.

Insgesamt bin ich zufrieden und werde den Schaft in den nächsten Tagen, nachdem er (hoffentlich) endgültig getrocknet ist, montieren.


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