Posts mit dem Label Revolver werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Revolver werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 13. November 2010

13.11.2010: Bilder des Tages


Im russischen Waffenforum Talks.guns.ru hat ein Nutzer Bilder aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufgetan, die Offiziere beim Revolverschießen zeigen. Aus heutiger Sicht ein komischer und instabiler Anschlag, einhändig und dann noch mit abgewinkeltem Arm. Doch scheint dies früher üblich gewesen zu sein.




Verwandte Beiträge:
Meister des Sports
Luftpistolenschießen wird immer populärer

Freitag, 10. September 2010

Machmud Umarow (1924-1961)


Heute wird die kleine Reihe mit Porträts von Sportschützen aus der früheren Sowjetunion mit Machmud Bedalowitsch Umarow fortgesetzt. (Sein Name wird manchmal auch als Makhmud Umarov transkribiert.) Er war - wie der Vorname schon vermuten läßt - kein Russe, sondern ein am 10.09.1924 (also vor exakt 86 Jahren) in Usbekistan geborener Uigure. Der Handwerkerssohn hatte gerade die Schule beendet und bereitete sich auf den Eintritt in ein Institut vor, als 1941 der Krieg ausbrach. Umarow trat in die Rote Armee ein und wurde Offizier bei den Fallschirmjägern.

Nach 1945 verblieb er in der Armee und nahm ein Studium an der Militärmedizinischen Akademie im damaligen Leningrad auf. (Die Klinik dieser Hochschule gilt noch heute als eine der besten Rußlands.) Während seines Studiums war er mit der Schießsportsektion der Akademie in Verbindung gekommen und begann, systematisch zu trainieren. Im Jahre 1953 promovierte er im Fachgebiet Neuropathologie und nahm eine wissenschaftliche Stelle an der Akademie an. Im gleichen Jahr erfüllte Machmud Umarow die Norm im Schießen mit dem Großkaliberrevolver, um sich fortan "Meister des Sports" nennen zu dürfen.

Damit begann seine Blitzkarriere als Wettkampfschütze. 1954 nahm er in den Reihen der Leningrader Auswahlmannschaft erstmals an den sowjetischen Meisterschaften teil. Aufgrund seiner hohen Leistungen hat man ihn danach in die Nationalmannschaft aufgenommen und er wurde mit zu den Weltmeisterschaften nach Caracas entsandt. Hier reichte es jedoch "nur" für einen Mannschaftstitel. Nach Leningrad zurückgekehrt, intensivierte er sein Training. 1955 wurde Umarow in Bukarest Europameister mit dem Revolver (Resultat: 588 Ringe = Weltrekord) und gewann 1956 in Melbourne mit der Freien Pistole über 50 m olympisches Silber. Weitere Medaillen bei der WM 1958 in Moskau, der Olympiade 1960 und in anderen Wettkämpfen folgten. Die Freie Pistole entwickelte sich zu seiner Paradedisziplin; 1960 hat er mit ihr während eines Trainings 585 Ringe geschossen (das sind 4 Ringe mehr als der derzeit gültige Weltrekord).

Doch dann ereilte ihn, der sowohl Mediziner als auch Weltrekordschütze gewesen war, das Schicksal: Am 25.12.1961 erlag er einem Herzinfarkt. Sein Herzleiden war ihm bekannt, aber er schaffte es nicht mehr rechtzeitig, das Medikament, das er bei sich trug, einzunehmen. Ein höchst tragisches und viel zu frühes Ende für einen sehr begabten und erfolgreichen Kurzwaffenschützen. Machmud Umarow wurde 37 Jahre alt.
(Am selben Tag, nur 43 Jahre später, ist übrigens sein Mannschaftskamerad Lew Weinstein gestorben.)



Eine seiner Schriften, "Die Psyche des Schützen", ist 1963 auch auf Deutsch erschienen. Darin beschäftigt er sich mit den psychologischen Aspekten des Sportschießens, sowohl hinsichtlich des Trainings als auch der Wettkämpfe. Eine sehr interessante Lektüre! Ein weiterer deutschsprachiger Aufsatz folgt übermorgen.


Bibliographie:

WP-HM: Mahmoud Umarow - Gelehrter und Weltrekordschütze, in: Der Sportschütze 1957, S. 109.

Shooting UA



Verwandte Beiträge:
"Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen"
Schießsport in der ehemaligen UdSSR und Rußland
Moisej Itkis (1929-2009)
Jefim Chajdurows Erstlingswerk
Zwei Schützengenerationen
Meister des Sports
Luftpistolenschießen wird immer populärer

Foto: Der Sportschütze.

Dienstag, 10. August 2010

WM-Eindrücke V


Heute ist der letzte Wettkampftag der diesjährigen ISSF-Weltmeisterschaft. Es geht noch einmal um Medaillen im Gewehrschießen auf 300 m sowie auf die Laufende Scheibe (50 m) und im Skeet. Für 18.15 Uhr ist die Abschlußfeier geplant. Grund genug, auf die beiden vergangenen Tage zurückzublicken.



Am Sonntag war der Wettbewerb der Damen mit der Luftpistole herausragend. Die Ränge, die sich die acht Schützinnen im Vorkampf erstritten hatten, sind im Finale noch einmal kräftig durcheinander gewirbelt worden. Es blieb spannend bis zum letzten Schuß, denn die Silber- und Bronzemedaille wurden erst nach einem Shoot-off vergeben. Gold gewann Zorana Arunovic aus Serbien mit 486,8 Ringen (385 + 101,8). Auf Rang 2 kam die 46jährige Lalita Yauhleuskaya, die zwar in der Sowjetunion geboren wurde, aber mittlerweile für Australien startet. Bronze ging an Viktoria Tschajka aus Belarus. Es war nach dem Finale schon nett, wie zwei der drei obligatorischen Interviews auf Russisch geführt wurden. ;-)
Die beste deutsche LP-Schützin war Stefanie Thurmann (39.); beste Russin Kira Klimowa (13.). In der Teamwertung (eine interessante Tabelle!) siegte Australien vor Südkorea und China. Auf die Frage, welche Pistolenmodelle verwendet wurden, findet sich hier eine Antwort.



Beim Schießen mit der Zentralfeuerpistole konnte Leonid Ekimow (RF), der im OSP-Finale noch das Nachsehen hatte, mit 589 Ringen Gold gewinnen. Bester Deutscher war Pierre Michel auf Platz 10. Der OSP-Weltmeister Alexej Klimow hatte technische Probleme und blieb deshalb auf einem hinteren Rang. Dieser Wettkampf war gut besucht und die Teamwertung zeigt auch hier eine interessante Verteilung.
Es ist interessant, auf den Bildern vom Zentralfeuerwettkampf die unterschiedlichen Waffen der Teilnehmer zu sehen. Hier scheint die Bandbreite der verwendeten Modelle größer zu sein als in anderen Disziplinen; einige russische Schützen - darunter wohl auch der neue Weltmeister Ekimow - haben mit dem Revolver TOZ-49 geschossen. Igor Ruljow hat nicht nur Fotos vom Schießen gemacht, sondern dankenswerterweise auch wieder eine Waffenstatistik erstellt.



In der Disziplin Laufende Scheibe Mixed (50 m) gewannen Schützen aus Rußland zwei Medaillen. Bei den Männern errang Maxim Stepanow Gold; bei den Junioren konnte Jurij Dowgal seine Medaillenkollektion um eine silberne erweitern. Beste Deutsche waren Jens Zimmermann (15.) bzw. Sebastian Zeh (8.). In den Mannschaftswertungen gewannen die russischen Männer Gold und die Junioren Bronze.



Ebenfalls am Sonntag lief das English Match der Frauen. In der Teamwertung konnten die deutschen Damen Silber gewinnen. Im Einzelwettkampf reichte es allerdings nur für einen vierten Platz von Sonja Pfeilschifter. Gewonnen hat letzteren Tejaswini Sawant (Indien) mit 597 Ringen, womit der bisherige Weltrekord eingestellt wurde. Silber ging an die Polin Joanna Ewa Nowakowska, die ringgleich mit Sawant war, aber weniger Treffer in der Innenzehn aufzuweisen hatte. Auf den dritten Platz kam Olga Dowgun aus Kasachstan. Beste Russin war Ljubow Galkina (29.).



Eine Disziplin, die ich sehr interessant finde, ist das 300-m-Standardgewehr. Die ISSF-Presseabteilung berichtet über den Wettbewerb:
"[...]

France’s Henry Josselin won today’s 300m Standard Rifle event, becoming the new world champion in this non-Olympic event with a total score of 587 points, topping the final score of 586 points fired by Thomas Farnik four year’s ago at the 2006 World Championship in Zagreb. The French shooter, who had equalled the 300m Rifle Prone Men world record of 600 points two days ago, had never won an ISSF medal in this even, before.

Tomorrow, the 28-year old shooter from Paris will compete in the 300m Rifle Three Positions event. Second at the 2007 European Championship, and third last year in Osijek, both times with 1173 points, Josselin is considered one of the favourites to finish between the bests here in Munich.

The Silver went to Slovenia’s Robert Markoja with 585 points (198, 190, 197), while the Bronze was grabbed by the Norwegian rifle champion Vebjoerm Berg, who marked 584 points (197, 194, 193) finishing on his second 300-meter podium.

Three shooters were disqualified during today’s competition. Both Brazil’s Rocco Rosito and Martin Strempfl were stopped by the judges because of violations to the ISSF rule 7.4.2.7. Rosito had the front sight extending beyond the permitted point, while Strempfl was not complaining with the regulations regarding the depth of curve of the butt plate of his rifle. Sweden’s Andres Brolund was also disqualified, as his pistol grip was recognised to be anatomically formed, breaking the ISSF rule 7.4.2.2.

[...]"
Hier die Ergebnisse des Einzelwettkampfs und der Mannschaftswertung. Igor Ruljow hat davon auch Fotos gemacht (vgl. hier und hier). Die Skandinavier scheinen in dieser Disziplin besonders stark zu sein. Der deutsche Starter Christian Dressel wurde nur 27. Schützen aus Rußland haben nicht teilgenommen, dort werden m.W. die 300-m-Disziplinen nur im Rahmen von CISM-Wettkämpfen geschossen.



Am Montag wurde mit der KK-Sportpistole der Damen die vorletzte olympische Disziplin ausgetragen - und das Finale war spannend. Die Frauen schossen gut und die Plazierungen änderten sich mehrfach deutlich. Schließlich sorgten zwei Stechen - um Platz 1 und 2 sowie um Platz 7 und 8 - für weitere Spannung, ebenso wie die insgesamt drei Waffenstörungen während des Finales. Gold ging schließlich mit einem Vorsprung von 0,1 Ringen an Kira Klimowa aus Rußland (788,8 Ringe = 584 + 204,8), Silber an Zorana Arunovic (Serbien) und Bronze an Lenka Maruskova (Tschechien), die im LP-Finale mit einem vierten Platz vorlieb nehmen mußte.
Mit der Juristin Julia Alipawa kam eine weitere Russin auf Rang 6; beste Deutsche war Munkhbayar Dorjsuren (16.). Wie schon im LP-Finale, so konnten sich auch hier die Schützinnen aus Ostasien im Finale nicht nach vorne durchkämpfen. Eine Statistik über die verwendeten Pistolenmodelle ist hier zu finden. Im Mannschaftswettkampf kam Rußland auf Platz 1, gefolgt von Serbien und Tschechien.



Für Arunovic war es - nach dem Weltmeistertitel mit der LP - bereits die zweite Einzelmedaille dieser WM. Und wie sie sich gefreut hat - einfach schön. :-) Unter den Schützinnen scheint ohnehin ein sehr freundlicher, zum Teil herzlicher Umgang miteinander üblich zu sein. Der heutige Sieg war für Klimowa zugleich der Höhepunkt ihrer bisherigen Sportlaufbahn. Im anschließenden Interview sagt die sympathische junge Frau, sie habe sehr viel trainiert und den Kampf dann bis zum Ende durchgehalten. Die Kurzwaffenschützen aus Rußland waren bei dieser WM sehr stark, doch auch die Leistungen anderer Mannschaften wie denen aus Serbien, Belarus, der Ukraine und Tschechien sind beeindruckend. Dahinter stehen die der deutschen Teilnehmer leider zurück, obwohl in manchen ausländischen Foren von München als dem "Mekka des Sportschießens" gesprochen wird und man von der WM-Organisation begeistert ist.



Im gestern ausgetragenen 300-m-Liegendkampf der Frauen zeigten sich erneut die Schweizerinnen, Skandinavierinnen und Französinnen ganz stark. Gold ging an Bettina Bucher aus der Eidgenossenschaft, die mit 599 Ringen den Weltrekord egalisiert hat. Beste deutsche Teilnehmerin war Eva Friedel (8.). In der Mannschaftswertung gewann Frankreich Gold, Deutschland Silber und Polen Bronze.



Nebenbei: In den 50 m-Disziplinen der laufenden Scheibe wird in der Tat auf Tierscheiben geschossen (siehe hier). Ich finde es ja gut, doch dachte ich bisher, dergleichen sei im DSB mit ewigen Höllenstrafen bedroht. ;-)



Neben der Fa. Walther haben mittlerweile auch Anschütz und Feinwerkbau Übersichten erstellt, die darüber Auskunft geben, welche Erfolge mit ihren Produkten auf der WM errungen worden sind.





Verwandte Beiträge:
Heute beginnt die Weltmeisterschaft
Erste WM-Eindrücke
WM-Eindrücke II
WM-Eindrücke III
WM-Eindrücke IV
WM-Eindrücke VI
Rückblende: Die Schützen-WM 1954

Fotos: ISSF, www.shooting-russia.ru.

Donnerstag, 1. Juli 2010

Jefim Chajdurows Erstlingswerk


Die Freie Pistole TOZ-35 ist Sportschützen auf der ganzen Welt ein Begriff. Seit 1962 wird sie im Tulaer Waffenwerk gefertigt und hat Standards für das 50-m-Kurzwaffenschießen gesetzt (ausführlich zu dieser Waffe und ihrer Geschichte vgl. den hervorragenden Artikel von Ulrich Eichstädt in Visier 5/2008).
Schon etwas weniger bekannt ist der Name ihres Konstrukteurs: Jefim Leontjewitsch Chajdurow (manchmal auch Efim Khaidurov geschrieben). Am 16.01.1925 im burjatischen Dorf Molta geboren, begann er 1948, nach fünfjährigem Militärdienst (zuletzt als Chiffrieroffizier im Generalstab), ein Ingenieurstudium in Moskau. Während seines Studiums war Chajdurow zum Sportschießen gekommen und sogar in eine Auswahlmannschaft aufgenommen worden. Während die besten Schützen mit Pistolen von Hämmerli schossen, mußte er mit einer MZ-2 aus Tula Vorlieb nehmen. Diese stellte ihn jedoch nicht zufrieden, erschien ihm unausgewogen.

Also versuchte er sich an der Verbesserung dieser Pistole. Nach Gesprächen mit seinem Trainer Schgutowym kam Chajdurow zu der Überzeugung, daß eine vollständige Neukonstruktion vonnöten sei. Der Trainer ging zum Dekan der Fakultät, um das bereits vergebene Thema für Chajdurows Diplomarbeit dahingehend abzuändern, daß er nun eine Pistole konstruieren sollte. Nach einigem Hickhack hat die Hochschule diesem Ansinnen schließlich zugestimmt. Es handelte sich um die berühmte Staatliche Technische Universität Moskau, welche seit 1930 den (typisch russischen ;-)) Namen des Berufsrevolutionärs Nikolaj Ernestowitsch Baumann trägt.



Deshalb wird die hier vorgestellte Pistole auch als "Baumanez" bezeichnet. Ihr korrekter Titel ist allerdings Ch-1MT (russ.: Х-1МТ, eng.: Kh-1MT) und sie ist einer von drei Prototypen, die 1959 von Chajdurow in den Werkstätten der Uni hergestellt worden sind. Sie wurde vollständig aus Stahl gefertigt, während bei den beiden anderen Prototypen mit Duralaluminum experimentiert wurde. Letztendlich hat sich diese gewichtssparende Technologie aber nicht durchgesetzt, weshalb in der Serienfertigung, die 1962 in Tula unter dem Namen TOZ-35 anlief, für die Metallteile nur Stahl verwendet wurde.

Der Konstrukteur selbst hat mit seiner Pistole ausgezeichnete Resultate geschossen. Nach 1959 haben sich auch viele andere Schützen positiv über die Ch-1MT geäußert, was den Ausschlag für ihre industrielle Fertigung gegeben hat. Kurzum: Eine Waffe von Schützen für Schützen.

Jefim Chajdurow war ein sehr umtriebiger Mensch. Während seines ganzen Lebens (das noch andauert!) ist er sowohl der Waffenindustrie als auch dem Schießsport verbunden geblieben, war zugleich Schütze und Konstrukteur. Er hat sowohl in Tula als auch in Ishewsk an der Entwicklung von Sportpistolen und -revolvern gearbeitet. Seine Ideen wurden auch bei ausländischen Modellen wie der Feinwerkbau AW93 aufgegriffen. Derzeit ist Chajdurow als Chefingenieur an der neuen Demjan SP-08 beteiligt.
Während seiner Laufbahn als aktiver Schütze hat er in verschiedenen Disziplinen mit Groß- und Kleinkaliberkurzwaffen Medaillen auf sowjetischen, Europa- und Weltmeisterschaften gewonnen. Danach war er als Trainer tätig und außerdem von 1972 bis 1986 Mitglied der UIT-Pistolenkommission. In Kaluga wird seit einigen Jahren im Januar anläßlich seines Geburtstages der Chajdurow-Pokal in den olympischen Kurzwaffendisziplinen ausgetragen, an dem Jefim Leontjewitsch zumeist als Ehrengast teilnimmt. Ein kleiner Artikel von ihm in deutscher Sprache ist hier zu finden.



Bibliographie:

Talks.guns.ru (Waffengeschichte und -bilder)

Toz35.blogspot.com (Waffengeschichte und Foto von Je.Ch.)

Shooting-ua.com (Biographie)

Wiki.buryatia.org (Biographie)

U. Eichstädt: Besuch der alten Dame, in: Visier 5/2008, S. 38 ff.




Verwandte Beiträge:
Schießsport in der ehemaligen UdSSR und Rußland
Moisej Itkis (1929-2009)
Zwei Schützengenerationen
Meister des Sports
Die Russischen Schießsport-Meisterschaften 2010
Luftpistolenschießen wird immer populärer
Zur Lage des Schießsports in Rußland
Waffenschmiede Tula
24.05.2009: Video des Tages

Samstag, 29. Mai 2010

29.05.2010: Video des Tages

Heute: Sicherheitsregeln beim Umgang mit Schußwaffen, präsentiert von Gunsite-Instruktoren auf dem Youtube-Kanal von Ruger.



Sonntag, 6. Dezember 2009

06.12.2009: Videos des Tages

Im Oktober haben in Moskau zwei wichtige Waffenmessen stattgefunden: Vom 15. bis 18. Oktober die Messe Oruzhie i ochota (dt.: Waffen und Jagd) und vom 27. bis 30. Oktober die Interpolitex 2009, die sich - wie der Name schon vermuten läßt - auf den Behördenmarkt konzentriert. Das erste beiden der folgenden Videos sind denn auch auf der Jagdmesse entstanden, wobei allerdings fast ausschließlich Gas- und Trauma-/RAM-Waffen vorgestellt werden. Das dritte Video vermittelt ein paar Eindrücke von der Interpolitex, so wird u.a. die neue Standard-Maschinenpistole der russischen Polizei, die PP-2000, ausführlich erläutert.










PS: Weitere Fotos von der Arms and Hunting finden sich hier, hier und hier; desgleichen von der Interpolitex hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier.

Montag, 5. Oktober 2009

Meister des Sports


Nachdem ich im Frühjahr eine Match-LP erworben hatte, begann ich, mich für die "klassischen" Kurzwaffendisziplinen zu interessieren und nach einem entsprechenden Lehrbuch zu suchen. Durch Wolfgang Nitschs Buch über die Geschichte von Faustfeuerwaffen bin ich auf einen mir bis dahin unbekannten sowjetischen Sportschützen und Autor aufmerksam geworden, der in den 1950er und 60er Jahren weltweit bekannt war, heute jedoch in Vergessenheit geraten zu sein scheint. Die Rede ist von Lew M. Weinstein.

Er wurde am 12.03.1916 in Jekaterinburg geboren. Wie die meisten seiner Altersgenossen war er in den Kriegsjahren Angehöriger der Roten Armee und blieb es auch nach Ende des Zweiten Weltkrieges, dann jedoch als Leistungssportler. Zuletzt trug er den Rang eines Majors a.D. (das nebenstehende Bild zeigt ihn in Offiziersuniform). Wie sein Nachname schon verrät, war er Jude. Trotzdem scheint er es irgendwie geschafft zu haben, die in der späten Stalin-Zeit einsetzende Judenverfolgung, bei der viele jüdische Sowjetbürger ihre Stellungen verloren, zu überstehen.
1952 wurde Weinstein bei den Olympischen Sommerspielen in Helsinki im wahrsten Sinne des Wortes zum "Shooting Star" der Schießsportszene: Fünfter mit der Freien Pistole auf 50 m und Dritter mit dem Freien Gewehr auf 300 m. Diese Bronzemedaille hat er als totaler Außenseiter gewonnen, war er doch vor allem ein ambitionierter Kurzwaffenschütze. Damit zeigt sich, daß man durchaus auf beiden Feldern hervorragende Ergebnisse erbringen kann. Vielleicht war er aber auch nur ein Ausnahmeschütze. ;-) Außerdem hat er mehrere Welt- und Europameistertitel errungen und hielt fünf Weltrekorde, zwei Europarekorde sowie 32 UdSSR-Rekorde.

Später hat Weinstein als Trainer im Zentralen Armeesportklub (Abk.: ZSKA) in Moskau gearbeitet und dort zahlreiche Kurzwaffenschützen ausgebildet. 1962 wurde ihm der Ehrentitel "Verdienter Trainer der UdSSR" verliehen. Zuvor hatte er bereits den Schießsportabteilungen der (Armee-)Sportklubs "Dynamo" in Tiflis (1946-1950), Leningrad (1950-1953) und Moskau (1953-1955) angehört.
Er war noch bis ins hohe Alter rege, sein letztes Buch stammt aus dem Jahr 1998. Am 25.12.2004 ist Lew Weinstein, im 89. Lebensjahr stehend, gestorben. Noch heute erinnern sich seine Schüler dankbar an ihn.

Im Jahre 1956 hat er ein kleines Lehrbuch für Kurzwaffenschützen geschrieben, in dem er seine Erfahrungen resümiert und viele Tips gibt. Aufgrund von Weinsteins Erfolgen hat das Werk auch international Beachtung gefunden. Da es damals zwei deutsche Staaten gab, erschien dieses Buch sogar zweimal in deutscher Sprache. Zum einen in der DDR mit dem Titel "Sportschießen mit Pistole und Revolver" (Berlin 1960) und zum anderen in der BRD als "Sportliches Schießen mit Faustfeuerwaffen" (hrsg. vom Deutschen Schützenbund). Die DDR-Ausgabe ist antiquarisch nur schwer zu bekommen, weshalb ich derzeit nur die westdeutsche besitze (3. Aufl., o.O. o.J. - vermutlich Wiesbaden um 1960).
Es wäre sicher interessant, beide miteinander zu vergleichen. In dem mir vorliegenden Exemplar wird als Übersetzer ein Johannes Schulz aus Berlin genannt. Fragt sich nur, ob Ost- oder West-Berlin. Nicht, daß es sich bei beiden Büchern um denselben Übersetzer handelt ... Es wäre nicht die erste Überraschung aus unsere jüngeren Vergangenheit. ;-)

Weinsteins Büchlein ist aus meiner Sicht sehr instruktiv und anschaulich geschrieben. Kurzum: Man kann daraus viel lernen und ich komme damit gut klar. Letzteres könnte natürlich auch daran liegen, daß ich mit dem historischen und kulturellen Kontext, in dem der Text entstanden ist (nämlich dem Leben in der Sowjetunion) ein wenig vertraut bin. Ein Leser, dem dieses Hintergrundwissen fehlt, hätte möglicherweise Schwierigkeiten.

Zum Inhalt: Alle wichtigen Punkte wie Schießtechnik, Wettkampfvorbereitung und Waffentechnik werden (für den Normalgebrauch) erschöpfend behandelt. Das Buch ist natürlich auf die UIT-/ISSF-Disziplinen jener Jahre zugeschnitten. Dies merkt man z.B., wenn die Vor- und Nachteile der Pistole TT-33 und des Nagant-Revolvers erläutert werden. Es dürfte die Vorstellungskraft vieler "Löchlestanzer" übersteigen, daß mit solch "bösen" Großkaliberwaffen einmal Weltmeisterschaften und Olympische Spiele bestritten worden sind.



Ein zweites Buch, welches einen ähnlichen Hintergrund aufweist, ist "Sportschießen" von Alexander A. Jurjew (Moskau 1962, dt. Übersetzung: Berlin 1967), worauf mich freundlicherweise Ulrich Eichstädt hingewiesen hat. Von diesem Titel ist mir in deutscher Sprache nur die genannte DDR-Ausgabe bekannt. Jurjews Fokus liegt auf dem sportlichen Gewehrschießen, weshalb sein Text eine gute Ergänzung zu Weinstein darstellt. An das Niveau von Weinstein reicht er jedoch m.E. nicht heran; schon rein sprachlich klingt vieles sehr sowjetisch-technokratisch und ist insofern typisch. Das Lesen fällt somit nicht immer leicht.

Inhaltlich wird großes Gewicht auf die Schießtechnik und Wettkampftaktik gelegt. Dabei geht Jurjew sehr akribisch vor und analysiert z.B. die Stellung der Knochen im menschlichen Körper bei jeder Anschlagsart. Auch sonst fließen Erkennntnisse der Sportmedizin sehr häufig in den Text ein. Inwieweit das hilfreich ist, sei hier einmal infragegestellt. Seit ich Jurjews Buch kenne, habe ich jedenfalls deutlich öfter Rückenschmerzen als vorher. ;-)

Nichtsdestotrotz kann man auch aus Jurjews Buch viel mitnehmen, vor allem, weil es aus einer Zeit stammt, als Sportwaffen noch nicht wie orthopädische Gehhilfen ausgesehen haben. ;-) Es scheint sich jedoch eher an Trainer zu richten, während man sich als (unter-)durchschnittlicher Normalschütze von Weinsteins Buch ein wenig besser angesprochen fühlt. Beide Titel sind heute nur noch antiquarisch erhältlich, wobei ich vor einiger Zeit die Webseite eines Waffenhändlers gesehen habe, der noch neue Exemplare von Weinsteins Buch hatte. Wer Russisch spricht, könnte sich auch an diesem Text versuchen.



Verwandte Beiträge:
Schießsport in der ehemaligen UdSSR und Rußland
Faustfeuerwaffen - Geschichte und Geschichten
Schießausbildung in der DDR
Egalitäre Privilegien in der Sowjetunion
Russische Waffen- und Militärzeitschriften
Jeff Cooper über die Kunst des Gewehrschießens

Samstag, 5. September 2009

Das Museum polnischer Waffen


Das Museum der polnischen Waffen (poln.: Muzeum Oręża Polskiego) in Kolberg ist - neben einem Mineralienmuseum - einer der wenigen kulturellen Höhepunkte dieses eher beschaulichen Kurortes an der Ostseeküste. Demzufolge ist es meist auch gut besucht, und zwar nicht von finster dreinblickenden "Militaristen" im Tarnanzug, sondern von erstaunlich vielen jungen Eltern mit ihren Kindern, was den unverkrampften Umgang mit Waffen in der polnischen Gesellschaft indiziert.

Hier kann man eine große Auswahl an Blank- und Handfeuerwaffen, Uniformen und Militaria besichtigen. Die Darstellung ist sehr professionell, so werden z.B. alle Uniformen zusammen mit den passenden Effekten, Seitenwaffen etc. präsentiert. Inhaltlich geht es um alle Waffen, die auf dem Gebiet des heutigen Polen verwendet worden sind - vom Mittelalter bis etwa 1945. Dabei ist die Zuordnung allerdings sehr großzügig, weshalb auch die Bewaffnung der diversen polnischen Legionen in fremden Diensten ausführliche Beachtung gefunden hat.



Neben dem Museumsgebäude werden auf einem Freigelände Großgeräte wie Geschütze, Panzerfahrzeuge und Flugzeuge präsentiert. Der Eintritt ist recht preiswert und kostet inkl. Fotogenehmigung 8 Zloty (~ 2 €). Außerdem gehört zum Museum das Museumsschiff "Fala" (vgl. hier), welches im Hafen von Kolberg liegt.
Wie bei allen Waffen- und Militärmuseen stellt sich auch hier die Frage: Lohnt sich ein Besuch? Meine Antwort: Ja, unbedingt, aber man muß nicht extra deswegen aus Deutschland anreisen. Doch wenn man in der Nähe ist, sollte man unbeding hereinschauen.
Die folgenden Bilder vermitteln einen Eindruck von der Ausstellung.



Adresse: Ulica Emilii Gierczak 5, 78-100 Kołobrzeg

(Link bei Google Maps)

Weiterführende Links:
Offizielle Webseite (poln.)
Wikipedia (poln.)



Bilder 3 + 4: Mittelalterliche Waffen und Rüstungen.



Waffen aus dem 18. Jahrhundert.



Waffenkuriositäten: oben Stiftfeuerevolver und Stockdegen, unten Vorderladerpistolen mit Bajonett.




Oben Nagant-Revolver, unten diverse Revolver aus den polnischen Aufständen des 19. Jh.




Uniformen der polnischen bewaffneten Kräfte nach 1918.



Auch zahlreiche deutsche Waffen gehörten zur gemischten Ausrüstung der jungen polnischen Armee, hier etwa P 08 und C 96 (9 mm).



In der Zwischenkriegszeit wurden Mauser-Gewehre zur Standardbewaffnung. Rechts ein Gewehr, das ich bisher nur aus der Literatur kannte: Mosin-Nagant-Karabiner, in Polen nach dem 1. WK für die Aufnahme eines 98er Bajonetts aptiert.




Bemerkenswert: Das Hakenkreuz als Uniformabzeichen polnischer Gebirgsjäger anno 1939.



Sowjetische Maschinengewehre aus der Zeit des 2. WK.



Sowjetische Infanteriewaffen, die während des 2. WK und danach von polnischen Einheiten geführt worden sind.



Dazu zählen auch diese beiden Selbstladegewehre: rechts ein SWT-40, links ein von Simonow konstruiertes AWS-36.



Sowjetische Kurzwaffen, in der Mitte der Vorläufer der berühmten Pistole TT-33, eine ebenfalls von Tokarew konstruierte TT-30.



Uniformierung der polnischen Verbände, die während des 2. WK im Rahmen der Roten Armee gekämpft haben.



Bodenfunde aus der Schlacht um Kolberg (1945).



Uniformen der polnischen Armee aus den Jahren 1944/45.



Nachtrag: Zwei literarische "Beutestücke" aus dem leider nicht sehr üppigen Museumsladen.


Verwandte Beiträge:
Polnische Handfeuerwaffen
So sieht Werbung in Polen aus
Zivilisten spielen mit Panzern
Ein Schießstand als Standortvorteil
Museen in Rußland

Samstag, 7. Februar 2009

07.02.2009: Videos des Tages

Der im zarischen Rußland und der Sowjetunion jahrzehntelang ordonnanzmäßig geführte Revolver M 1895 "Nagant" wird in den drei heutigen Videos von einem amerikanischen Sammler ausführlich vorgestellt.




(Video 1)



(Video 2)



(Video 3)

Freitag, 6. Februar 2009

06.02.2009: Video des Tages

Heute: Grundlegende Kurzwaffen-Schießtechniken, insbesondere für die Selbstverteidigung.


Mittwoch, 21. Januar 2009

Meine persönlichen Shot-Show-Highlights


Nach den vielen Videos und Links möchte ich heute noch etwas über meine persönlichen Highlights auf der Shot Show 2009 schreiben. Wäre ich Journalist, müßte ich an erster Stelle natürlich den neuen Ruger LCR erwähnen und ausführlich besprechen. Da ich aber kein besonderer Revolverfan und zudem nicht in offizieller Mission unterwegs bin, soll hier die bloße Nennung genügen. ;-) Schon mehrere Tage vor Messebeginn hatten Gerüchte um eine taktische Variante des Ruger Mini-14 die Runde gemacht. Ruger hat tatsächlich zwei derartige Waffen vorgestellt, wobei die Reaktionen gemischt ausgefallen sind. Nichtsdestotrotz zwei interessante Modelle.

Überhaupt standen Selbstladegewehre in diesem Jahr im Rampenlicht, da die befürchteten Gesetzesänderungen infolge der Wahl Barack Obamas in diesem Segment zu einem wahren Kaufrausch geführt haben. Insbesondere der Klassiker AR-15 wurde mehrfach als das meistverkaufte Gewehr bezeichnet - wohlgemerkt: nicht nur unter den Selbstladern. Damit zeigt sich, daß es gelungen ist, SL-Gewehre auch im Bereich der Sport- und Jagdwaffen zu etablieren. Von letzteren zeugen etwa die tarnfarbenen Varianten, die u.a. Remington anbietet. Tarn- oder Erdfarben werden für Waffen immer populärer, so auch bei SIG Sauer (siehe hier und hier) oder dem AUG von MicroTech, was - wenn es gut gemacht ist - meinen Geschmack eher trifft als eine ganz in Schwarz gehaltene Waffe. ;-) Aber auch letztere können schön aussehen, wie etwa dieses Gewehr.

Mit viel Pomp wurde von Umarex eine Kleinkaliberversion des AR-15 vorgestellt und hat eine entsprechende Aufmerksamkeit erfahren. Bescheidener ging es insofern bei Smith & Wesson zu, die ebenfalls eine KK-Variante ihres unter der Bezeichnung M&P 15 produzierten AR-15 ausgestellt haben (vgl. auch hier). Fragt sich nur, ob die beiden Gewehre auch in Deutschland erhältlich sein werden - und wenn ja, zu welchen Bedingungen (evtl. nur auf Jagdschein?). Angesichts einschlägiger Erfahrungen mit Umarexprodukten würde ich persönlich vielleicht eher zu der S&W-Waffe neigen. ;-) Auf den gleichen Trend ist jetzt übrigens auch SIG Sauer mit dem SIG 522 aufgesprungen. :-)
Interessant ist, daß dies nicht die ersten KK-Varianten großkalibriger Selbstladewaffen sind, die in den letzten Jahren in den Markt eingeführt wurden, man denke da z.B. an die GSG-5 und die GSG AK-47.
Volquartsen, für seine Tuningarbeiten an KK-Gewehren wie dem Ruger 10/22 bekannt, hat ein neues Präzisiosngewehr vorgestellt: das Volquartsen Fusion, welches nicht nur in .22 l.r., sondern auch in weiteren Kalibern wie .17 HMR und .22 WMR angeboten wird.

(Angesichts dieser beeindruckenden Fülle an interessanten KK-Selbstladern könnte man als Deutscher ob der Restriktionen, denen diese Gewehre hierzulande unterworfen sind, schon in leichte Depressionen verfallen. :-( )

Wenn man die Selbstlader, insbesondere den AR-15-Varianten, betrachtet, fällt auf, wieviel Wert man in den USA offensichtlich auf eine offene Visierung am Gewehr legt. Während - meiner Beobachtung nach - hierzulande der Trend zu ausschließlich mit einer Zieloptik bestückten Langwaffen geht und man das Schießen über Kimme und Korn als tendenziell überflüssig betrachtet, will man jenseits des Atlantik offensichtlich nicht auf gute "Iron Sights" verzichten. Dies hat mit Sicherheit auch mit den behördlichen Waffennutzern zu tun, erscheint mir dennoch so relevant, daß es hier festgehalten werden soll.

Bei den Repetiergewehren verdienen m.E. zwei Neuheiten besondere Aufmerksamkeit. Navy Arms hat eine Replika des US-Klassikers Springfield 1903 vorgestellt, die zum Teil aus Originalteilen besteht. Savage Arms hat mit dem Savage 10 BAS Tactical Rifle ein Präzisionsgewehr im Kaliber .308 Winchester präsentiert, welches sich u.a. dadurch auszeichnet, daß sich ein Teil des für das AR-15 bestimmten Zubehörs auch damit verwenden läßt.

Im Bereich der Druckluft- und CO2-Waffen gab es ebenfalls einiges zu sehen (ausführliche Berichte siehe hier und hier). Besonders erwähnenswert erscheint mir neben der von Umarex vorgeführten CO2-Makarow ein ebenfalls mit CO2 betriebenes Wechselsystem für das AR-15 im Kaliber 4,5 mm namens BF-17. Hersteller ist die Fa. Pilkington (siehe auch hier). Fragt sich nur, ob wir dieses irgendwann einmal auch als Komplettwaffe mit "F" in Deutschland erwerben können. Für ausgeschlossen erachte ich dies nicht, weder in technischer noch in rechtlicher Hinsicht.

Unter dem zahlreich vertretenen Zubehör ist mir als Messersammler natürlich das Pistolenbajonett von LaserLyte aufgefallen. Der potentielle Nutzwert ist zwar extrem gering, aber es ist auf jeden Fall ein netter Gag. Elektronikfreaks sollten sich überdies einmal das Scharfschützengewehr mit iPod ansehen. Schließlich sind noch die preiswerten Benchrestauflagen von Battenfeld zu erwähnen sowie ein neues Buch über Kalaschnikow- und SKS-Gewehre anzuzeigen (Vertrieb hier).

Das waren meine persönlichen Höhepunkte, soweit sich eine Veranstaltung in Florida von einem deutschen PC aus überhaupt einschätzen läßt. Es gäbe mit Sicherheit noch mehr zu schreiben. Freuen wir uns daher auf die kommenden Berichte in der deutschen Fachpresse, verfaßt von Leuten, die live dabei waren. ;-)


Nachtrag (26.01.): Auch dieser Blogger konstatiert einen Trend hin zu modernen KK-Selbstladegewehren.


Verwandte Beiträge:
Die Shot Show 2009
Shot Daily 2009 - Nr. 1
Modeerscheinungen - Das neue Mini-14
Moderne Selbstladegewehre

Bild: NRAhab.com (abgebildet ist ein S&W M&P-15 in .22 l.r.).