Samstag, 31. Oktober 2009

31.10.2009: Videos des Tages

Unter den außerhalb Sankt Petersburgs gelegenen Residenzen nimmt Puschkin, das frühere Zarskoje Selo, wo sich im Katharinenpalast das (neue) Bernsteinzimmer befindet, eine herausragende Stellung ein. Desgleichen - zumindest im Sommer - Peterhof mit seinen berühmten Fontänen. Mir gefallen hingegen Schloß und Park von Pawlowsk am besten. Im klassizistischen Stil errichtet (dem ich mich ohnehin sehr verbunden fühle), ist Pawlowsk nicht so überlaufen wie die anderen Touristenmagneten, wovon die beiden heutigen Videos einen kleinen Eindruck vermitteln.







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Freitag, 30. Oktober 2009

Sicherheitspolitische Debatten in der RF

Auf (mindestens) einem Feld sind sich die USA und Rußland sehr ähnlich. Diskussionen, die - im weistesten Sinne - um die Themen Außenpolitik, Sicherheitspolitik und Militärwesen kreisen, finden eine breite Öffentlichkeit. Folglich existieren zahlreiche "Think-tanks" und selbständige Publikationen, die - natürlich in unterschiedlicher Qualität - dieses Bedürfnis nach öffentlicher Debatte zu befriedigen versuchen.
Dergleichen gibt es in Deutschland nicht. Neben staatlichen (z.B. SWP) oder indirekt vom Staat geförderten Publikationen und Einrichtungen (man denke insofern nur an alles, was über den Reservistenverband, die Parteistiftungen usw. läuft) gibt es nur noch die (oft ideologisch motivierte) Friedensbewegung mit ihren mehr oder weniger treffenden Analysen. Entsprechende Projekte, die nach dem 11. September auch an deutschen Universitäten aus dem Boden geschossen sind, haben es, soweit ich es überblicke, kaum geschafft, zu überleben.

Das ist in Rußland, wie gesagt, anders. Sicherheitspolitische Debatten werden mit einer Offenheit und Kontroversität geführt, wie ich sie in Deutschland bisweilen schmerzlich vermisse, wo es meist auf einen Gegensatz zwischen pazifistischen und "Die NATO ist toll"-Argumenten hinausläuft. Der soeben für die RF getätigte Befund paßt zwar nicht in das Bild der angeblich gleichgeschalteten Medien, die nur darauf warten, Putins Befehle auszuführen. Das Gegenteil ist der Fall, nicht nur bei dem hier behandelten Themenfeld. Als Beleg mag die heftige öffentliche Debatte um die seit etwas über einem Jahr laufende Militärreform dienen. Nachfolgend sollen die aus meiner Sicht wichtigsten Organisationen und Medien, die für diese Debatten eine Rolle spielen, vorgestellt werden.

1. Institutionen: Hier ist zuvörderst der Rat für Außen- und Verteidigungspolitik zu nennen, der recht offiziös daherkommt und in etwa mit der deutschen DGAP vergleichbar ist. Ferner das Zentrum für die Analyse von Strategie und Technologie, das Institut für politische und militärische Analyse, das Institut für Weltwirtschaft und internationale Beziehungen der RAW, und das Institut für strategische Stabilität der Atombehörde Rosatom.
Dazu kommen noch kleinere, nur sporadisch sicherheitspolitische Fragen bearbeitende Denkfabriken sowie mehrere Lehr- und Forschungseinrichtungen des Verteidigungsministeriums und der öffentlichen Hochschulen.

2. Medien: Insoweit ist die Lage noch unübersichtlicher, denn zu den klassischen Medien kommen noch neue wie Internetzeitungen, Fachdiskussionsforen, Weblogs etc. hinzu.
In deutscher Sprache liefert RIA Nowosti täglich Nachrichten und Analysen zu sicherheitspolitischen Themen. Fast jede größere russische Zeitung verfügt über ein entsprechendes Ressort, stellvertretend sei hier die Netzzeitung Lenta.ru genannt.
Hinzu kommen spezialisierte Medien wie der Wojenno-promyschlennyj kurer, Arms-TASS, VPK.name und Oruzhie Rossii, deren Fokus auf der Rüstungsindstrie liegt. Die Webseite VKO.ru hingegen widmet sich exklusiv der Luftverteidigung.
Eine Sonderstellung nimmt die zur als liberal geltenden Tageszeitung Nesawissimaja Gaseta gehörende Wochenschrift Nesavissimoje Wojennoje Obosrenije ein. Sie berichtet regelmäßig und kompetetent aus allen Bereichen der Sicherheitspolitik, der Armee, der Nachrichtendienste, der Militärgeschichte usw. und ist m.E. derzeit das beste Medium auf dem Markt.
Nicht vergessen sollte man auch die Zeitschriften des Verteidigungsministeriums wie Wojennaja Mysl, das Wojenno-Istoritscheskij Zhurnal oder Wojennyj Diplomat. Desweiteren sollten die hier bereits vorgestellten Magazine nicht vergessen werden.
In englischer Sprache sind schließlich Russia in Global Affairs (eine Gemeinschaftsarbeit mit Foreign Affairs), der Moscow Defense Brief sowie die Dienste von Interfax zu erwähnen.

Und warum schreibt der Krenkel das jetzt? Ganz einfach: Dieser Tage bin ich auf ein Radioprojekt namens Westi-Arsenal gestoßen, welches eine der o.g. Denkfabriken betreibt. In den wöchentlichen Sendungen werden die unterschiedlichsten Themen behandelt. Am 26.10.2008 waren das z.B. die letzten Entwicklungen bei Handfeuerwaffen (siehe auch hier).
Aprospos Radio. Auf den meisten Fernsehkanälen in der RF laufen - ähnlich den US-Produktionen auf N24 - regelmäßig Reportagen über militärische Themen. Die bekanntesten dürften Udarnaja Sila und Wojennoje Delo sein - und viele Folgen sind auch bei Youtube & Co. zu finden.




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Donnerstag, 29. Oktober 2009

Das DWJ mausert sich

Eigentlich war ich bis dato ein treuer Fan der Zeitschrift Visier, erschien mir doch das konkurrierende Deutsche Waffenjournal als altbacken und von seinen Themen her nur bedingt interessant. Doch das hat sich während des letzten halben Jahres geändert. Bereits bei der Debatte um die Verschärfung des Waffenrechts war mir ein neuer Stil, der Fachkompetenz mit Angriffslust verband, aufgefallen.
Und in den beiden letzten Heften vom Oktober und November finden sich zudem fünf Artikel, die sich mit der russischen Waffen- und Militärgeschichte beschäftigen. Im Oktoberheft wurde der am 10.11.2009 anstehende 90. Geburtstags von Michail Kalaschnikow verarbeitet. Neben einem Interview mit dem Jubilar gab es eine hervorragende Würdigung seiner Arbeit aus der Feder von Elmar Heinz. Im derzeit verkauften Heft 11/2009 werden ferner kaukasische Vorderladerwaffen sowie ausländische Waffen in Diensten der Roten Armee vorgestellt und es wird der Schlacht bei Poltawa erinnert.
Das DWJ hat sich zu einem modernen Waffenmagazin entwickelt - was ich als Leser entsprechend honorieren werde.


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Dienstag, 27. Oktober 2009

Der "Waffenhammer"


Vor einigen Wochen hatte ich hier bereits angedeutet, daß ich auf der Suche nach einem neuen "EDC"-Taschenmesser aus modernen Materialien bin, wobei gegen ein "taktisches" Design keine Einwände vorliegen. Nach einiger Suche bin ich im Böker-Programm auf die Messer der italienischen Firma Fox Knives Military Division (Abk.: FKMD) aufmerksam geworden. Im Gegensatz zu den Produkten von Extrema Ratio, die auf mich allesamt kantig, klobig und häßlich wirken, kann man, denke ich, den meisten FKMD-Messern eine gewisse Eleganz nicht absprechen.

Da Böker ein anderes Messer, das Exskelibur 1, welches ich zuvörderst ins Auge gefaßt hatte, noch nicht liefern kann, habe ich mich jetzt also für das Modell Gunhammer (vgl. hier und hier) entschieden. Im Gegensatz zu dem robusten Namen ist es schlank und relativ leicht (110 g) und liegt mir hervorragend in der Hand, sogar besser, als mein persönliches Referenzmodell Gerber Harsey Air Ranger. Der Griff besteht aus unterschiedlich rauhem Kunststoff, was - ebenso wie die teilweise Riffelung auf dem Griffrücken und der 8,5 cm langen Klinge - für Rutschfestigkeit sorgt. Die Verarbeitung ist insgesamt hervorragend; Klingenspiel konnte ich keines feststellen. Die Schärfe "out of the box" ist nicht zu beanstanden.




Endlich kann ich wieder ein Messer mit Clip führen, was für mehr Ordnung in meiner Hosentasche sorgt. ;-) Selbiger Clip kann wahlweise rechts oder links montiert werden, wobei das Messer immer "tip up", also mit der (eingeklappten) Klingenspitze nach oben geführt wird.
Geliefert wird der "Waffenhammer" in einer kleinen Schatulle. Die Entfernung des Pins für die Daumenöffnung war ohne weiteres möglich, womit das Klappmesser den Vorgaben des deutschen Waffenrechts (§ 42a WaffG) entspricht und legal führbar ist.

Das Gunhammer ist, wenn man so will, ein "tactical gentleman's knife" und paßt fast exakt zu meinen Anforderungen: Weder zu groß noch zu klein, alltagstaugliche Klinge, sehr gute Handlage, Clip, robuste Materialien, leicht zu reinigen. Kurzum eine Investition, die sich gelohnt hat.

Mein einzigster Kritikpunkt ist die Farbwahl: ein ganz schwarzes Messer könnte im Alltag nicht unproblematisch sein. Nachdem ich allerdings vor drei Wochen miterleben mußte, wie ein klassisches Jagdtaschenmesser mit Hirschhorngriff hysterische Reaktionen auslöste, mache ich mir darüber keine größeren Sorgen mehr.



PS: Im Novemberheft der Zeitschrift Visier wird ein Taschenwerkzeug von FKMD vorgestellt.






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Montag, 26. Oktober 2009

26.10.2009: Video des Tages

Im heutigen Video wird das Kleinkalibergewehr GSG-5 vorgestellt, das sich im Design an die H&K MP 5 anlehnt.




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Sonntag, 25. Oktober 2009

Weihrauch-Parade


In der vergangenen Woche konnte ich sie endlich in Empfang nehmen: Mein von 5,5 mm auf 5,0 mm umgebautes Weihrauch HW 80 k ist fertig. Warum gerade dieses seltene Kaliber? Darüber hatte ich hier schon berichtet; zudem möchte ich langfristig auch noch eines der neuen HW 97 KT im Kaliber 4,5 mm erwerben. Damit hätte ich drei Weihrauch-Luftgewehre in drei verschiedenen Kalibern. Genug also, um ein wenig zu testen und mit der Ballistik zu spielen. Außerdem ist wohl nichts langweiliger, als mehrere gleichartige, nahezu identische Waffen zu besitzen. ;-) Daher also ein HW 95 Luxus in 5,5 mm (oben) und besagtes HW 80 k (unten).

Desweiteren wurden zwei Riemenbügel von Uncle Mike's montiert, so daß ich mit dem LG jetzt auch 1 Zoll breite Gewehrriemen verwenden kann. Besonders die Anbringung am Vorderschaft gestaltete sich schwierig, konnte aber dank den im Netz veröffentlichten Bildern eines polnischen Kollegen gelöst werden. Leider finde ich den Link nicht mehr, aber trotzdem gilt mein Dank dem Unbekannten. :-)

Testen konnte ich das Schmuckstück bereits auf 25 m. Dabei ist mir aufgefallen, daß die H&N Field Target Trophy sehr leicht geladen werden können - für meinen Geschmack sogar zu leicht, denn die Präzision war nicht so gut, wie erwartet. Aber vielleicht helfen hier ja die Wunderdiabolos von JSB, von denen gestern zwei Dosen bei mir eingetroffen sind (je einmal 5,0 und 5,5 mm). (Bestellt wurden sie bei Target Master in den Niederlanden.)
Meine Form war während des Einschießens auch nicht die beste, was bei diesem Wetter allerdings nicht überrascht. Auf dem Schießstand wurde mir von einem Kollegen außerdem dazu geraten, verkupferte Spitzdiabolos zu verwenden. Demgegenüber bin ich aufgrund meines theoretischen Wissens und meiner Erfahrungen zwar skeptisch, aber versuchen kann man es ja einmal.



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Samstag, 24. Oktober 2009

24.10.2009: Video des Tages

Heute wird in Rußland der "Tag der Spezialeinheiten", der "Spetsnaz", begangen. Wie die meisten anderen Waffengattungen, so haben auch ihre Angehörigen einen eigenen Ehrentag. Anläßlich dessen nachfolgend ein kleines Video aus dem Hause Bratischka.
Sa Was, sa nas i sa Spetsnaz! ;-)