Samstag, 21. März 2009

21.03.2009: Bilder des Tages


Nachdem ich bereits gestern und vorgestern zwei gar nicht waffenscheue russische Politiker vorgestellt habe, wenden wir uns heute nach Westen, genauer: nach England. Ja, auch dort gab es einmal viele legale Waffenbesitzer, bevor Tony Blair mit sinn- und zwecklosen Gesetzen, die seiner Waffenallergie entsprungen sind, ihre Zahl erheblich dezimiert hat.
Dazu zählte vor vielen Jahren auch Winston Churchill, der sogar über eine eigene Waffensammlung verfügte.





PS: Kennt vielleicht einer meiner Leser Fotos deutscher Politiker mitsamt Waffen? Aber bitte nicht Franz Josef Strauß oder Erich Honecker ... ;-)

Freitag, 20. März 2009

"Guncrazy"

Ein kurzer Zwischenruf mit einem Text von Bettina Winsemann:
"[...]

Wie immer nach einer Tragödie schlägt die Symbolpolitik so hohe Wellen, dass die Sicht auf die Rationalität versperrt ist. Aus der Reihe: Gesetze, die das Land nicht braucht, die heutige Folge "Das Waffengesetz"

Die Mehrheit der Deutschen ist, nach einer Umfrage von Stern/RTL, gegen den privaten Waffenbesitz. Wobei diese Mehrheit recht knapp ist, nur 59% sind gegen die Aufbewahrung von Waffen und Munition in Privatbesitz.

[...]

Sämtliche Debatten um die Verschärfung der Regelungen in Bezug auf Waffenbesitz/-lagerung sind somit auf die lange Liste der populistischen Forderungen zu setzen, auf der sich auch das Verbot von Killerspielen usw. wiederfinden. Hauptsache, es wird dem Volke das Gefühl gegeben, es wird etwas getan. Und wenn es noch so hilflos ist." vollständig lesen

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20.03.2009: Bilder des Tages


Nicht nur der russische Präsident Medwedew, auch sein Amtsvorgänger Wladimir Putin hatte nichts dagegen, sich beim Umgang mit den angeblich so furchtbar pösen Waffen fotografieren zu lassen. Putin - ehemaliger Offizier und Judoka - ist der lebende Beweis dafür, daß man auch als promovierter Jurist nicht so irrational, hysterisch und mimosenhaft sein muß, wie es viele deutsche Politiker leider sind.

Auf dem ersten Bild schießt er mit einer modernisierten Makarow-Pistole; die Bilder 2 und 3 zeigen ihn beim Umgang mit einer APS "Stetschkin". (Die Fotos sind übrigens während eines Besuchs in der Aufklärungsabteilung des Generalstabs entstanden.) Darunter: Putin auf der Jagd, beim Bogenschießen und beim Judo.








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Donnerstag, 19. März 2009

Innensenator weigert sich, Waffengesetz umzusetzen

Nach dem Amoklauf von Winnenden versuchen, Medien und Politik, sich in hektischem Aktionismus gegenseitig zu überrunden. Eine Äußerung des Berliner Innensenators Ehrhart Körting (SPD) sollte jedoch ob ihrer Offenheit zu denken geben. Der Tagesspiegel berichtet:
"[...]

Unabhängig von der durch den Amoklauf von Winnenden ausgelösten Debatte will sich Körting dafür einsetzen, den Erwerb und Besitz von Gewehren für Jäger zu beschränken. Auch gebe es keine „schlüssige Begründung“, wieso Jäger Kurzwaffen wie Pistolen besitzen dürfen. Körting regt außerdem an, für Jagd- und Sportwaffen Blockiersysteme zu entwickeln, die eine Zweckentfremdung erschweren sollen. Den Vorstoß von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für unangemeldete Kontrollen bei Waffenbesitzern lehnen Körting und auch Justizsenatorin Gisela von der Aue (SPD) aber ab.

[...]"
Unangemeldete Reihenuntersuchungen der sicheren Aufbewahrung (vgl. § 36 WaffG) sind derzeit rechtlich nicht zulässig, wohl aber Kontrollen im Einzelfall (§ 36 III WaffG). Wie weit man hier gehen kann, zeigt das Verhalten einzelner Behörden in der Vergangenheit.

Entlarvend ist aber, daß Körting sich gar nicht für die Umsetzung des jetzigen Gesetzes (oder einer eventuellen zukünftigen Änderung) interessiert. Wie soll denn ein Gesetz im allgemeinen und ein gesetzliches Verbot im besonderen realisiert werden, wenn keine entsprechenden Kontrollen stattfinden? Hieran zeigt sich ganz deutlich, daß es Körting & Co. überhaupt nicht um die Sicherheit der Bürger geht, sondern nur darum, mit billigem Populismus eine kosmetische Änderung des WaffG herbeizuführen. Letztere kostet kein (oder nur wenig) Geld, die Umsetzung eines Gesetzes durch Kontrollen ist hingegen nicht zum Nulltarif zu haben. Und da das Land Berlin bekanntlich so gut wie bankrott ist, weiß Körting, daß ihm dafür die personellen und materiellen Ressourcen fehlen. Also bleibt ihm nur das Rumkrakeelen.

Auch in einem zweiten Punkt hat der Berliner Innensenator eine erschreckende Unkenntnis offenbart, die eigentlich zu seiner sofortigen Amtsenthebung führen müßte: Er weiß nicht, weshalb Jäger Kurzwaffen benötigen. Für den Fangschuß, Herr Körting, für den Fangschuß! Der gehört zur waidgerechten Jagdausübung dazu.
Was schließlich die erwähnten Blockiersysteme bewirken sollen, wird er wohl auch nicht wissen ... aber Hauptsache, er hat etwas gesagt. Schon traurig, wie es um Deutschland bestellt ist.


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19.03.2009: Bilder des Tages


Deutsche Politiker und Journalisten schwelgen dieser Tage in feuchten Träumen von einer waffenlosen Gesellschaft - und nicht wenige Bürger machen dabei mit. So, als hätten sie es gar nicht erwarten können, auf einen Sündenbock einzuprügeln. So konnte z.B. hören, wer Waffen besitze und damit schieße, sei grundsätzlich psychisch gestört usw. usf. Trotz der Unzahl solcher brechreizerregenden Einlassungen, die mich mittlerweile an den Fähigkeiten der deutschen Demokratie insgesamt zweifeln lassen, gibt es aber auch kleine Lichtblicke. Ja, es gibt noch Staaten auf der Welt, da gelten Waffen nicht als "böse" und verabscheuungswürdig. Dort gehört es für einen Politiker zum guten Ton, sich mit einem Gewehr in der Hand fotografieren zu lassen.
So etwa der russische Staatspräsident Dmitrij Medwedew. Die ersten drei Bilder sind während eines Besuchs bei Izhmash im Jahr 2008 entstanden, die übrigen zeigen den Präsidenten bei der Besichtigung des Tulaer Waffenmuseums vor ein paar Tagen.









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Fotos: Reuters (1 - 3), RIA Novosti (4 - 8).

Mittwoch, 18. März 2009

Eine Stimme der Vernunft ...

... im Mediengeheule nach dem Amoklauf von Winnenden ist die Historikerin Cora Stephan mit einem kurzen, aber äußerst lesenswerten Artikel:
"[...]

Mich machen solche Sachen immer erstmal sprachlos. Und mich wundern all die Klugscheißer, die sofort wissen, woran “so etwas” liegt: Computerspiele, Gewaltvideos, Zugang zu Waffen. Und dann natürlich Unverständnis der Lehrer, mangelnde Liebe der Eltern - kurz: alles Gründe, die nichts mit dem Täter selbst zu tun haben. Früher hätte man gesagt, “die Gesellschaft” sei schuld.

[...]

Ich melde vorsichtige Zweifel an. Junge Männer in diesem Alter waren schon immer das allerbeste “Soldatenmaterial”: überschießendes Testosteron, das Gefühl, nichts wert und nichts nütze zu sein, das pubertäre und postpubertäre “Irresein” ließ sie stets für Gewaltorgien brauchbar sein. Warum sollte sich daran etwas geändert haben? Geändert hat sich unsere Einstellung zur Gewalt, gottlob: sie ist nicht mehr Alltag, wie sie es bis vor wenigen Jahrhunderten war, oder gesellschaftlich akzeptiert (Krieg), sondern die katastrophale Ausnahme. Deshalb unser Erstaunen und Entsetzen und die Suche nach der außerordentlichen Erklärung für das Außerordentliche.

Was den Zugang zu Waffen betrifft: sicher, das erleichtert womöglich manchen bereits gefaßten Entschluß. Ich erlaube mir aber auch da Zweifel: nicht das Verbot und das Tabu sind wirkungsvoll, sondern das frühe Einüben in den Umgang mit Waffen, das Ehrfurcht und Demut vermittelt. Ziemlich altertümliche Vorstellung in diesem Land, das das Heil schon länger im Tabuisierung statt im Begreifen und im geschulten Umgang sucht. Aber ich glaube tatsächlich nicht, trotz Emsdetten und Winnenden, daß zum Amokläufer am ehesten noch derjenige wird, der Waffen zur Verfügung hat. Nicht die Waffe macht den Mörder. Der Mensch, der morden will, findet immer seine Waffe."
So ist es! Erziehung zum verantwortungsvollen Umgang mit Waffen statt Tabuisierung derselben, die im Zusammenhang mit dem absurden und ahistorischen Heilsversprechen einer gewaltfreien Gesellschaft steht, die sich dann dummerweise doch nicht realisieren läßt (siehe die Lage in Großbritannien).


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18.03.2009: Video des Tages

Am vergangenen Wochenende hat in Nürnberg die IWA 2009 stattgefunden. Für alle, die - wie auch ich - nicht dabei sein konnten, nachfolgend ein paar Eindrücke aus einem Video der Messegesellschaft.